Polizei: Am Telefon misstrauisch bleiben

Enkeltrick und Schockanrufe: Betrüger haben Unterallgäuer im Visier

Rentnerin am Telefon mit Bankkarte
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Besonders ältere Menschen sind Ziel der Telefonbetrüger.

Unterallgäu - Am Donnerstag erhielt die Mindelheimer Polizei mehrere Mitteilungen über sogenannte Schockanrufe. Dabei schwindeln Betrüger ihren Opfern vor, dass ein Familienmitglied in eine Notlage geraten sei und dringend finanzielle Hilfe brauche.

Am Donnerstag wurde eine 78-jährige Frau von Unbekannten kontaktiert. Der Anrufer gab sich als ihr Enkel aus, und gab an, dass er einen Unfall hatte und jetzt dringend 19.000 Euro bräuchte. Die Frau ließ sich allerdings nicht verunsichern und verständigte die Polizei.

Am späten Nachmittag gegen 17 Uhr erhielt ein 68-jähriger Mann aus Mindelheim einen ähnlichen Anruf. Hier gab ein Unbekannter ebenfalls zunächst vor, ein Enkelkind zu sein, dass finanziell in Nöte geraten ist. Kurze Zeit später erhielt der Mann einen zweiten Anruf, bei dem sich die Täter als Kriminalpolizisten ausgaben. Es wurde gesagt, dass das Telefongespräch mit abgehört wurde und dass der Mann auf die Geldforderung eingehen soll. Nach Abholung durch den Täter würde die „Kriminalpolizei“ diesen dann direkt an der Haustüre verhaften. Auch diese Behauptung war natürlich gelogen.

Die Polizei rät: Am Telefon misstrauisch bleiben. Sollten sich die Anrufer als Enkelkinder ausgeben, sollte man bei deren Eltern anrufen und sich über den Wahrheitsgehalt der Aussagen versichern. Die Polizei ruft niemals zu Hause an fragt nach Geld oder Wertsachen und holt diese vor allem nicht ab.

Viele verschiedene Betrugsmaschen

Neben Enkeltrick- und Schockanrufbetrügern treibt noch eine weitere Gruppe ihr Unwesen: falsche Microsoftmitarbeiter. Sie behaupten am Telefon, dass Lizenzen am Computer abgelaufen wären. Die Täter versuchen dann, über ein Fernwartungsprogramm Zugang zu den Computern zu erhalten. Sie spionieren dabei Passwörter und ähnliches aus.

Die Firma Microsoft führt keine Serviceanrufe am Telefon durch. Computerlizenzen müssen in einem Onlineshop oder im Fachhandelt gekauft werden.

wk

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