Vereine setzen auf To-Go- und Online-Angebote

Fasching auf Distanz als kleines Trostpflaster für die Unterallgäuer Narren

Türkheimer Wertachfunken Kino Huber
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Krapfen zum Mitnehmen boten am Samstag die Türkheimer Wertachfunken vor dem Filmhaus Huber an. Auch andere Faschingsvereine waren in den letzten Tagen aktiv.
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Unterallgäu – Eigentlich wären am Wochenende wieder in zahlreichen Unterallgäuer Faschingshochburgen die Narren eingekehrt, um bei Umzügen und Partys die fünfte Jahreszeit zu feiern. Coronabedingt musste das Programm bis fast auf Null heruntergefahren werden. Allerdings nur fast, denn viele Vereine und Garden gaben sich große Mühe, zumindest ein Stückchen Fasching auch heuer am Leben zu erhalten.

Mit einen dreifach kräftigen „Türkheim helau“ begrüßten etwa die Türkheimer Wertachfunken unter ihrem Präsidenten Christan Brem viele Faschingsfreunde an einem Stand vor dem Filmhaus Huber in Türk­heim, wo sich die Besucher einen Faschingskrapfen abholen und schmecken lassen konnten. „Auch, wenn wir derzeit auf vieles verzichten müssen, so bewahren wir uns als echte Faschingsfreunde im Herzen den Humor und die gute Laune“, freuten sich die Wertachfunken über die gelungene Aktion.

Aber auch zahlreiche andere Vereine waren aktiv. Die Mindelonia lud nach Mindelheim zu einem Drive-In ein (ausführlicher Bericht hier), die Siedelonia ließ zumindest Maskottchen „Lumpi“ durch die Kreisstadt touren und an „den wichtigsten Stationen unserer Gumpigen-Tour“ für ein Facebook-Foto posieren.

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Großes Interesse weckte auch der „Narrwangia (zu)Hausball“, bei dem das 55-jährige Jubiläum mit einer professionellen YouTube-Veranstaltung und Erinnerungen aus zahlreichen Jahrzehnten gefeiert wurde. Nach dem Wochenende hatte das Video, das weiterhin aufrufbar ist, gut 4.000 Online-Faschingsgäste. „Danke an die unzähligen Faschingsvereine aus der Region, die Zuschauer aus ganz Deutschland, Österreich und Südtirol und an alle, die diesen besonderen Ball durch Videobeiträge mitgestaltet haben“, schrieb die Narrwangia anschließend.

Viele andere Vereine befüllten fleißig die Sozialen Medien mit Tanzeinlagen und Partyerinnerungen vergangener Jahre, sodass die fünfte Jahreszeit im Unterallgäu keinesfalls in Vergessenheit geraten ist – trotzdem verbunden mit der Hoffnung, im kommenden Jahr die Traditionen wieder gewohntermaßen ausleben zu können und Jubiläen nachzuholen.

mt

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