Coronakonforme Ersatzveranstaltung

Fasching auf Rädern bei der Mindelonia

Fasching Mindelonia Mindelheim Drive In
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Posieren mit dem Mindelonia-Prinzenpaar: Eileen I. und Sebastian I. begrüßten die Faschingsautos an einer der vier Drive-In-Stationen in Mindelheim.
  • Marco Tobisch
    vonMarco Tobisch
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Mindelheim – Wie kann die Faschingstradition trotz Corona zumindest teilweise aufrecht erhalten werden? Wie viele andere Vereine zeigte sich auch die Mindelonia äußert kreativ und stellte am Samstag kurzerhand mehrere Drive-In-Stationen in Mindelheim auf die Beine. Dort konnten sich die Narren, im Auto sitzend, an der fünften Jahreszeit erfreuen.

Neben der ein oder anderen Facebook-Challenge, einer witzigen Art von Herausforderung durch andere Vereine in den Sozialen Medien, hatten die Mindelonen überlegt, wie sie den Mindelheimern zusätzlich eine Freude machen konnten. Durch die Corona-Maßnahmen erwiesen sich die Ideen jedoch entweder als gar nicht oder nur schwer umsetzbar. Auch eine ursprünglich als Überraschung geplante Tanz­einlage in der Innenstadt fiel coronabedingt aus.

Doch eine Aktion aus dem benachbarten Balzhausen entzündete den entscheidenden Funken für eine Alternative: Dort hatte der örtliche Faschingsverein an alle Haushalte eine Tüte mit Konfetti und Bonbons ausgeliefert. Weil eine Kopie davon in Mindelheim aber logistisch und finanziell nicht umzusetzen gewesen wäre, überlegten Bettina Bauer und Jessica Schwab daraufhin einen Drive-In mit vier Stationen.

Prinzenpaar-Besuch und Krapfen-Verköstigung

Ausgestattet mit FFP2-Masken und ausreichend Abstand empfingen die Mindelonen die Besucher an ihren Stationen. Faschingsgerecht gab es an der ersten Station etwas Konfetti, als kleines Mitbringsel für zu Hause. An der zweiten Station wurden das letztjährige Prinzenpaar, Eileen I. und Sebastian I., tätig. Lara Bertele, ein Gardemädchen der Mindelonia, hatte die Idee, den kleinen Kindern ein Geschenk zu packen und zu überreichen. Aber auch die Großen kamen nicht zu kurz und durften sich über eine Kleinigkeit freuen. An Station drei gab es etwas für den Gaumen: Jeder Drive-In-Besucher bekam dort einen Faschingskrapfen überreicht.

Die vierte und letzte Station übernahm der Durahaufa: Dieser verabschiedete die Gäste mit seinem Schlachtruf sowie dem der Mindelonia. Natürlich durfte der Mini-Narrenbaum bei dem Event nicht fehlen und nahm ebenfalls einen prominenten Platz ein – besser gesagt: er wurde direkt zu jedem Auto gebracht.

Trotz des eisigen Wetters trugen alle Akteure ihre standesgemäßen Kostüme und fetzige Musik im Hintergrund ließ tatsächlich etwas Faschingsstimmung aufkommen. Aber nicht nur die Veranstalter hatten sichtlich Spaß, auch die Durchfahrer genossen den kleinen Ausflug in den eigentlich nicht vorhandenen Fasching.

Oliver Krivacek

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