Jährliche Ausschüttung an Bad Wörishofer Vereine

Willkommene Belohnung für geleistetes Engagement

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Dem Stiftungsrat der Barbara-Wimmelmann-Stiftung stehen (v.l.) Bad Wörishofens Erster Bürgermeister Paul Gruschka, Ulrike Schötz, Dr. Albert Wanner und Günther Brüch vor.

Bad Wörishofen – Noch einen Tag vor Weihnachten fand im Rathaus von Bad Wörishofen ein Festakt der Hannelore-Wimmelmann-Stiftung statt. Anlass war die jährliche Ausschüttung aus der Stiftung an Bad Wörishofer Vereine. Von der damit 27. Ausschüttung sollten 31 Institutionen profitieren.

Die Stiftung mit Sitz in Bad Wörishofen wurde von der 1988 verstorbenen Bad Wörishofer Geschäftsfrau Hannelore Wimmelmann gegründet. Tragischer Anlass der Stiftung war der frühe Tod ihrer Tochter Barbara, die erst 22-jährig am 23. Juli 1981 bei einem Autounfall ums Leben kam. Aus diesem Grund findet die Ausschüttung immer am 23. Dezember eines Jahres statt. 

Hannelore Wimmelmann brachte ihr gesamtes Vermögen in die Stiftung ein. Das Vermögen besteht in der Hauptsache in Wohnhäusern, die sich in Bochum befinden – so finanziert sich die Stiftung zu großen Teilen über die Mieteinnahmen. Wegen der notwendig gewordenen Renovierung einiger aus der 50er Jahren stammenden Wohnungen konnte die Stiftung im letzten Jahr keine Ausschüttung vornehmen, deswegen sollte 2016 die 27., nicht die 28. Ausschüttung erfolgen. 

Zum diesjährigen Festakt waren die Vertreter der 31 Vereine versammelt, die dieses Jahr von der Stiftung bedacht werden konnten. 

Der Erste Bürgermeister Paul Gruschka, der auch der Vorsitzende des Stiftungsrates ist, bedankte sich in seiner kurzen Begrüßungsrede bei den Anwesenden für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und hob auch die Arbeit der Mitglieder des Stiftungsrates hervor. Insgesamt hat die Stiftung bisher etwa 254.000 Euro ausschütten können. Stiftungsvorstand Ulrike Schötz sowie die Stiftungsbeiräte Dr. Albert Wanner und Günther Brüch konnten sich über ein Buch und einen Blumenstrauß freuen. 

Dieses Jahr konnten 6200 Euro an 31 Vereine verteilt werden. Bewerben können sich Vereine, die sich im Rahmen der Jugendarbeit, des Brauchtums sowie in sozialen Bereichen engagieren. In diesem Jahr gab es keine Auswahl nach bestimmten Kriterien. Alle Vereine, die einen Antrag gestellt hatten, wurden berücksichtigt. Dazu sagte Ulrike Schötz: „Besonders am Herzen lagen der Stifterin zwar die Vereine, die sich mit dem Brauchtum befassen, wie etwa Trachtenvereine, aber dieses Jahr haben wir uns dazu entschlossen, allen Vereinen, die sich beworben haben, die gleiche Summe zu übergeben.“

31 Vereine konnten bedacht werden

Außer den beiden kirchlichen Einrichtungen der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und der Pfarreiengemeinschaft Bad Wörishofen wurden folgende Vereine bedacht: Im Bereich Musik und Brauchtum waren es der Verein zur Förderung der Posaunenchorarbeit, der Förderkreis für Symphonie- und Kammerkonzerte, die Kirchdorfer Musikanten, der Musikverein Schlingen, der Musikverein Stockheim, die Singgemeinschaft Liedertafel, die Gaudilonia, die Irmgard-Seefried Sing- und Musikschule, die JazzKur BigBand der Irmgard-Seefried Sing- und Musikschule, die Stadtkapelle Bad Wörishofen, der Förderverein Fliegermuseum Bad Wörishofen sowie der Heimat- und Volkstrachtenverein „Alpenblick“ Bad Wörishofen. 

Im Bereich Sport freuten sich der Bad Wörishofer Eiskunstlaufverein, der Fußball-Club Bad Wörishofen, der FSV Kirchdorf, der Sportverein Schlingen, der Ski-Club Bad Wörishofen, der TSC 71 Bad Wörishofen, der Tennisclub Kirchdorf, der TC Rot-Weiss Dorschhausen, der Turn- und Sportverein Bad Wörishofen, der Tennis- und Turnierclub Bad Wörishofen, der Golfclub Bad Wörishofen, der Radfahrverein Dorschhausen, der Sportschützenverein Dorschhausen, der Segelflugverein Bad Wörishofen, der Sportschützenverein 1886 Kirchdorf sowie die Tischtennis-Freunde Bad Wörishofen 1955 über die finanzielle Zuwendung. 

Beim anschließenden, mittlerweile traditionellen Leberkäsessen im Saal des Rathauses konnte bei fröhlicher Stimmung schon ein bisschen Weihnachten vorweg gefeiert werden.

von Claudia Bischoff-Wanner

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