Besuch im Asylbewerberheim

Stadtrat verschaffte sich ein Bild vor Ort

Mindelheim: Das Gespräch mit den in Mindelheim untergebrachten Asylbewerbern suchten Mitglieder des Stadtratsgremiums im Rahmen eines Besuchs im neuen Wohnheim an der Allgäuer Straße in der vergangenen Woche.

Begleitet wurden sie Vertretern der Regierung von Schwaben, Ulrike Klotz vom Landratsamt, Annemarie Möhring von der Caritas, Wohnheimleiter Udo Kreisel und Stefan Kienle vom Integrationskreis. Fast 140 Flüchtlinge sind momentan in Mindelheim untergebracht, ein großer Teil von ihnen junge Männer, aber auch ganze Familien. Sprachbarrieren, die Herkunft aus den verschiedensten Krisenregionen und das Arbeitsverbot in Deutschland stellen neben der Ungewissheit über ihre Zukunft und die Zukunft derer, die sie zurücklassen mussten, die größten Probleme dar. So wünschen sich viele der Asylbewerber mehr Deutschunterricht und die Möglichkeit zu einer sinnvollen Beschäftigung. Rund 20 ehrenamtliche Helfer kümmern sich derzeit um den Sprachunterricht, mit dem TSV wolle man sich in Sachen Sport in Verbindung setzen. Auch bestehe die Möglichkeit einer Art »Patenschaft« für einzelne Asylbewerber nach Absprache. Sachspenden sind nur nach vorherigem Kontakt mit dem Heimleiter sinnvoll und erwünscht. Zur Sprache kamen im Rahmen des Besuchs auch mögliche Bedenken gegenüber dem Konfliktpotential, das die enge Unterbringung von Flüchtlingen aus den unterschiedlichsten Krisenregionen per se mit sich bringt. Der Mindelheimer Polizeichef Gerhard Zielbauer hatte in diesem Zusammenhang ausrichten lassen, dass die Unterkunft und ihre Bewohner die örtliche Kriminalstatistik nicht beeinflussten. Wer selbst den Kontakt zu den Flüchtlingen aufbauen will, der sollte sich die hauseigene Weihnachtsfeier am 15. Dezember um 15 Uhr schon jetzt vormerken. (mg)

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