"Ich würde es wieder machen"

"Frischer Wind in der Lokalpolitik": Manuel Reich (21) aus Mindelheim

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Manuel Reich

Unterallgäu – Die Kommunalwahl hat gezeigt, dass auch viele junge Menschen Interesse am politischen Geschehen im Landkreis haben und aktiv daran mitwirken wollen. Einige haben erstmals die Erfahrung von einer Listennominierung gemacht, andere sogar erstmals ein Mandat in einem Stadt- bzw. Gemeinderat oder im Kreistag ergattert. Einige von ihnen möchte der Wochen KURIER in einer Serie vorstellen. Diese Woche an der Reihe: Manuel Reich (21) aus Mindelheim.

1.800 Stimmen hatte Reich von den Unterallgäuer Bürgern erhalten und rutschte damit auf den vorletzten Platz der Kreistagsliste der Jungen Wähler Union Unterallgäu (JWU). Doch das sei nur halb so wild, denn er habe dennoch tolle Erfahrungen gemacht und „würde es wieder machen“, dieses Mal dann aber mit einem besseren Ergebnis. Das Interesse an Politik und Wirtschaft wurde ihm von klein auf von seinen Eltern beigebracht. Den entscheidenden Anstoß, in eine Partei einzutreten, gab ihm dann aber sein Berufsschullehrer und Vorsitzender der JWU, Jürgen Bäurle, als dieser mit der Klasse im Unterricht über aktuelle Themen sprach. So entschied sich Reich, Mitte 2019 der JWU beizutreten. „Die Themen sind genau die richtigen, für die ich auch stehe“, sagt der Mindelheimer.

Im Konkreten würde er gerne den Ausbau der Digitalisierung an den Schulen vorantreiben, im Unterricht das Thema Programmieren einführen und den Schülern den Umgang mit Office-Programmen näherbringen. Des Weiteren will er gerne den Landkreis Unterallgäu als Wirtschaftsstandort stärken und eine nachhaltige Umweltpolitik betreiben. Zudem sieht er einen Nachholbedarf bei den Jugendzentren, von denen es zu wenige gebe.

Mindelheim sei zwar eine „tolle Stadt“, aber auch hier gebe es viel mehr Potential, die Ausgehmöglichkeiten weiter auszubauen. Er könnte sich zum Beispiel eine verkehrsfreie Zeit am Abend für die Maximilianstraße vorstellen.Wenn jedes Restaurant und Café mehr aufstuhlen dürfte, würde die Altstadt belebter werden. „Aktuell ist nicht viel im Angebot“, dass man mal im Sommer den Abend bei einem Bier ausklingen lassen könnte, bedauert Reich. Dabei sehe die Altstadt „top“ aus, wovon „sich die anderen Städte eine Scheibe abschneiden könnten“.

Reich ist bei der JWU IT-Beauftragter, kümmert sich um Social Media und die Webseite. Informatik gelernt hat er aber nicht. Im Oktober hatte er ein duales Studium als Wirtschaftsingenieur begonnen, merkte aber schnell, dass dies nichts für ihn sei, da ihm das Arbeiten zu kurz kam. So bildet er sich momentan berufsbegleitend zum Industriefachwirt weiter, die Ausbildung zum Industriekaufmann hat er bereits in der Tasche.

In sechs Jahren will er wieder zur Kommunalwahl antreten. Bis dahin bleibt er den Mindelheimern Fahnenschwingern treu, die er sogar als Zweiter Vorsitzender anführt. Als Fahnenschwinger war er auch schon viermal auf dem Frundsbergfest vertreten. In seiner Freizeit geht er gerne in die Natur raus und kickt mit seinen Freunden den Ball hin und her. Daheim leisten ihm vier Schlangen und viele Fische Gesellschaft. Sie müssen sich den jungen Mindelheimer allerdings mit dessen Freundin teilen.

jb

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