Mindelheimer Frundsberg Festring präsentiert neue Darsteller

Das Geheimnis ist gelüftet: Die Streitels sind das neue Frundsbergpaar

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Ab sofort stellen Regina (2. v. links) und Wolfgang Streitel (4. v. links) Georg von Frundsberg und Anna von Lodron dar. Mit auf dem Bild (v. links): Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Cara-Valentina Streitel, Norbert Sliwockyi (Vorstand Frundsberg Festring) und Roland Ahne (Zweiter Vorstand und Dritter Bürgermeister.
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Hannes Weber (rechts), der Vorgänger als Georg von Frundsberg, übergab im Rittersaal seinem Nachfolger Wolfgang Streitel (links) symbolisch sein Schwert.
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Mindelheim – Nun ist es offiziell: Der Frundsberg Festring Mindelheim hat im Rittersaal sein neues Frundsbergpaar vorgestellt: Wolfgang und Regina Streitel aus Nassenbeuren. Sie schlüpfen von nun an in die Rollen Georg von Frundsberg und seiner Frau Anna von Lodron. Doch bis das bekannt wurde, hat es Vorsitzender des Frundsberg Festrings, Norbert Sliwockyj, noch einmal spannend gemacht.

Es wurde vorab viel spekuliert, wer denn das neue Frundsbergpaar sein würde. „Jemand hat schon gewusst, wer es war, bevor wir überhaupt zu suchen angefangen haben“, erzählte Sliwockyj. Der Verein habe viele Vorschläge von außerhalb bekommen, es habe sogar eine aktive externe Bewerbung gegeben, doch „dieses Paar wusste gar nicht, worum es wirklich hierbei geht“, denn sie seien von weit her gekommen, so Sliwockyj. Den Prozess der Entscheidungsfindung erklärte der Vorsitzende ausführlich – auch, damit die Gäste noch ein bisschen auf die Folter gespannt wurden, bevor das „lange Warten ein Ende hat und das streng gehütete Geheimnis gelüftet wird.“

Das Auswahlkomitee habe zuerst ein Anforderungsprofil erstellt. Die Messlatte dafür sei aufgrund der Vorgängerpaare natürlich sehr hoch gewesen. „Die Rollen müssen intensiv verkörpert werden“, erklärte Sliwockyj. Sechs Bewerbungen hat der Frundsberg Festring insgesamt erhalten. „Wir haben die Kandidaten gesammelt und nach und nach abgeklappert. Wir haben auch Absagen erhalten“, beschrieb Sliwockyj den Prozess. Doch letzten Endes ist der Vorstand selbst auf das Paar, das schon lange im Frundsberg Festring Mitglied ist, zugegangen. Die Vorsitzenden dachten sich: „Mensch, wie wäre es mit…?“ Und natürlich verriet Sliwockyj bei dem Satz noch nicht die Namen, denn er wollte es ja weiter spannend halten. „Nach einer Bedenkzeit und intensiven Gesprächen erhielten wir ihre Zusage“, berichtete Sliwockyj weiter. Das Paar könne sich nun geehrt fühlen, diese Rollen zu verkörpern.

Bürgermeister Dr. Stephan Winter war trotz seines Urlaubes auch anwesend und hatte ein paar Worte vorbereitet: „Heute ist ein großer Tag für den Frundsberg Festring, denn das Frundsbergpaar ist die Zentralfigur unseres Festes.“ Er habe gute Erinnerungen an das ehemalige Frundsbergpaar, Gitti und Hannes Weber. „Ich bin noch nie enttäuscht worden“, so Winter. Er freue sich auf die gute Zusammenarbeit mit dem neuen „würdigen Nachfolgerpaar“.

Der große Moment

Und dann war es endlich soweit: Begleitet vom Spielmannszug kam das neue Frundsbergpaar zur Tür herein. Regina und Wolfgang Streitel aus Nassenbeu­ren nahmen die neue Herausforderung gerne an. Die beiden sind waschechte Mindelheimer und mit dem Frundsbergfest quasi aufgewachsen. Wolfgang Streitel, Bankbetriebswirt und auch Mitglied des Mindelheimer Stadtrats, sagte: „Wir haben uns lange selber Gedanken gemacht und bei zwei Flaschen Rotwein mit den Vorgängern Gitti und Hannes gesprochen. Es ist eine große Aufgabe aber auch eine große Ehre für uns.“ Doch das ginge nicht alleine, denn sie bräuchten die nötige Unterstützung vom Vorstand, um in die Aufgabe hineinwachsen zu können. Auf diese Hilfe könne das Frundsbergpaar definitiv zählen, ist sich Sliwockyj sicher.

Anschließend folgte die symbolische Übergabe des Schwertes von Hannes Weber an den neuen Georg von Frundsberg, Wolfgang Streitel. Noch trat das Frundsbergpaar in Zivilkleidung auf, denn es muss erst noch neu eingekleidet werden und das dauert freilich seine Zeit. So ein aufwendiges, opulentes Gewand habe sehr viel Stoff und müsse erst detailgetreu geschneidert werden.

Julia Böcken

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