Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Türkheim

Erster Eindruck soll besser werden

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Der Türkheimer Bahnhof. In Bälde wird hier die DB AG mit den Baumaßnahmen beginnen, zeitgleich sollen Gebäude und Vorplatz ebenfalls zweckmäßig umgebaut und verschönert werden. Dazu braucht es aber keines Wettbewerbes.

Türkheim – Angesichts der bevorstehenden Um- und Ausbauarbeiten am Türkheimer Bahnhof durch die Deutsche Bahn hatte die SPD-Fraktion im Gemeinderat angeregt, einen Wettbewerb auszuschreiben, mit dem das alte Bauwerk, insbesondere aber der Vorplatz und das Umfeld gestaltet und verbessert werden soll. Nun hat der Gemeinderat darüber diskutiert und einen Weg gefunden.

Vor der Sommerpause und wahrscheinlich auch kurz bevor die Bauarbeiten an der Bahnstrecke Türkheim-Mindelheim beginnen, hat sich der Gemeinderat mit dem Antrag der SPD-Fraktion befasst, die möchte, dass man sich Gedanken über die Gestaltung des Bahnhofsplatzes machen solle. Die Zuständigkeit für den Bereich nördlich des Bahnsteiges liege beim Markt Türkheim, heißt es in dem Antrag. Der Bereich, wo die Buswendeschleife, die Parkplätze sowie die Fahrradstellplätze liegen, werde von der Deutschen Bahn weder beplant noch erneuert. Und weiter: die unbefestigten Stellplätze, die Zuwegung und die Hinweistafeln befänden sich in einem desolaten Zustand. 

Man soll, so die Forderung, den Vorplatz nach Abschluss der Arbeiten an Gleisen, Unterführungen und Bahnsteigen neu ordnen. Und dazu einen Einladungswettbewerb ausschreiben, dessen Vorschläge und Entwürfe in die Umgestaltung münden sollen –vor allem, um einen zukunftsfähigen Vorplatz zu schaffen, der auch Überlegungen zum künftigen Mobilitätsverhalten beinhaltet und die Verkehrsteilnehmer besser vernetzt. Für den Bewerb, so skizziert es der Antrag, sollte ein erfahrener Planer mit der Ausschreibung betraut werden, anschließend sollten vier oder fünf Planungsbüros angeschrieben und eingeladen werden. Nach der Prüfung und Prämierung der Entwürfe sollte dann einer der Wettbewerbsbeiträge in Teilabschnitten umgesetzt werden. 

Welche Punkte im Einzelnen bei den Entwürfen berücksichtigt werden sollten, hatten die Antragsteller – neben Walter Fritsch, Irmgard Schäffler, Markus Schöffel, Agnes Sell und Carina Fritsch – in ihrem Schreiben dezidiert dargelegt und alle Punkte in der Ratssitzung nochmals angeführt. Die Planungen und Umbauten, waren sich die Antragssteller sicher, seien eine Investition in die Zukunft, mindestens für die nächsten 30 Jahre. Zumindest soweit in die Zukunft, dass es über den eigenen, persönliche Horizont hinausgehe. Inwieweit auch noch Fördermittel beantragt werden könnten, müsse man abklären, hieß es weiter. Vor allem aber müsse man sehen, wie man parallel oder zumindest zeitnah mit der Bahn bauen könne. Die Planungen kosteten rund 25.000 bis 30.000 Euro, waren sich die Antragssteller bewußt. 

Hinsichtlich der Tragweite und Zukunftsfähigkeit sowie einiger negativer Beispiele – etwa die „Untauglichkeit“ bei der Planung in Buchloe oder Bad Wörishofen – ging die Forderung eindeutig in Richtung Ausschreibung mit mehreren Planern. Damit eben ein additives und damit erweiterbares Konzept herauskomme, formulierte Agnes Sell die Gedanken der Fraktion. Nachdem „landauf landab“ die Bahnhöfe umgebaut werden, wie Bürgermeister Christian Kähler anmerkte, gebe es auch entsprechend Planer, die sich mit der Materie auskennen würden. Sogar seitens der Deutschen Bahn AG seien zwei Namen ins Spiel gebracht worden, wolle sich die Gemeinde aber nicht unter Druck setzen lassen durch den Ex-Bahnmonopolisten. „Das kommt, aber es muss nicht jetzt sein“, so die Aussage. Weshalb der Antrag der SPD-Fraktion mit acht gegen elf Stimmen abgelehnt wurde. 

Demgegenüber erteilte der Marktgemeinderat mit einer zwölf zu sieben Mehrheit den Auftrag an die Verwaltung, einen Planer zu beauftragen, der die Funktionsbereiche und den Vorplatz planen solle. 

von Oliver Sommer

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