»Gemeinsamkeit macht das Unterallgäu stark!«

Zu Themen der Kommunalpolitik und zu den bevorstehenden Landrats­wahlen referierten in Oberkammlach Peter Senner, Hans-Joachim Weirather und Dr. Reinhold Bäßler (von links nach rechts). Foto: Magg

D

reikönigstreffen der Freien Wähler Unterallgäu Oberkammlach/Unterallgäu (mg): Um die Kreispolitik, überparteiliches Miteinander zum Wohle des Landkreises und die Aufgaben innerhalb der Kommunalpolitik ging es beim diesjährigen Dreikönigstreffen der Freien Wähler im Unterallgäu, das – wie es schon gute Tradition ist – wieder in Oberkammlach stattfand. Vor voll besetztem Saal konnte der Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Bäßler eine Vielzahl von Mandatsträgern begrüßen, unter ihnen Bezirks- und Kreisräte, Bürgermeister und den Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl. Bäßler hatte sich in seinem Auftaktreferat die »Eckpfeiler der Kreispolitik der Freien Wähler« zum Thema gemacht. Um sachliche und themenbezogene Politik ginge es den Freien Wählern, gerne auch über die Grenzen aller Fraktionen hinweg, so der Kreisvorsitzende. Mit Zuversicht gehe er auf die bevorstehenden Landratswahlen zu. Die Nominierungsversammlung werde am 26. Januar in Unterkammlach abgehalten. »Landrat und Bürgermeister – Führungskraft oder Politiker?«, mit dieser Frage befasste sich Peter Senner in seinem Vortrag und brach damit eine Lanze für die anspruchsvolle Tätigkeit an der Spitze eines kommunalen Gremiums und einer kommunalen Behörde. Zuhören, Gehörtes bestmöglich umsetzen, gekonnt delegieren, organisieren, Entscheidungen vorbereiten, Mitarbeiter motivieren, eine Gemeinde oder einen Landkreis weiter entwickeln und dabei auch teils harte Kritiken aushalten können – all diese Eigenschaften müsse ein Bürgermeister oder ein Landrat mitbringen, resümierte Senner. »Wenn wir uns das vor Augen führen, sehen wir, dass Politiker, die ihr Amt nach bestem Wissen und Gewissen ausüben, Wertschätzung verdienen.« »Gemeinsamkeit macht das Unterallgäu stark«, zeigte sich Landrat Hans-Joachim Weirather überzeugt. Diese Botschaft sei zwar nicht wirklich neu, seine Erfahrungen der letzten fünfeinhalb Jahre an der Spitze des Landkreises habe ihn aber genau dies gelehrt. Gemeinsam habe man im Kreistag viel Positives für das Unterallgäu auf den Weg gebracht. Er nannte den erfolgreichen Schuldenabbau, das Klimaschutz- und das Seniorenkonzept, die Schulsanierungen und -erweiterungen sowie wichtige Straßen- und Brückenbauprojekte. In Sachen Kreiskliniken habe man ebenfalls meist einmütig alle Entscheidungen getroffen. Auch sei er stolz darauf, dass es ihm gelungen sei, die Tür für eine Kooperation mit Memmingen zu öffnen. Als Landrat wolle er auch weiterhin seinen Beitrag leisten. Weirather bedankte sich »ür die gemeinhin gute Zusammenarbeit im Kreistag«. Allen, die im Zuge des Wahlkampfes nicht so sehr auf Zusammenarbeit setzen, rufe er zu: »Bleiben Sie einfach fair und sachlich! Sollte das nicht möglich sein, kann ich Ihnen sagen, irritiert mich das nur marginal. Mir macht meine Arbeit als Landrat Spaß und wird es auch künftig tun.« Nur wenige Fragen kamen in der anschließenden Diskussion zur Sprache, darunter die Augenheilkundeabteilung in Ottobeuren und die landschaftliche Zergliederung durch Kiesgruben.

Auch interessant

Meistgelesen

Bad Wörishofen: Wirbel um eine Feuerwehrübung
Bad Wörishofen: Wirbel um eine Feuerwehrübung
Bombendrohung gegen Unterallgäuer Impfzentren: Polizei gibt Entwarnung
Bombendrohung gegen Unterallgäuer Impfzentren: Polizei gibt Entwarnung
Schwarz gekleidete Unbekannte schlagen auf Mindelheimer ein
Schwarz gekleidete Unbekannte schlagen auf Mindelheimer ein
Landratsamt schlüsselt auf: Wo genau im Unterallgäu das Coronavirus nachgewiesen wurde
Landratsamt schlüsselt auf: Wo genau im Unterallgäu das Coronavirus nachgewiesen wurde

Kommentare