Große Renovierungsmaßnahmen beginnen

Zahlreiche Schäden an Puzt und Mauerwerk (Bild) sowie an den Kirchenbänken und elektrischen Leitungen kennzeichnen den Zustand der Stadtpfarrkirche. Foto: Archiv

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tadtpfarrkirche St. Stephan wird aufwändig innen saniert - Neue Orgel wird gebaut Mindelheim (mg): Pünktlich nach den Osterfeiertagen wird nun mit den Sanierungsarbeiten im Innenraum der Mindelheimer Stadtpfarrkirche St. Stephan begonnen. Gleichzeitig wird auch das lange geplante Orgelprojekt in Angriff genommen. Über die Details informierten vor kurzem Dekan Andreas Straub, Kirchenpfleger Albert Huber, Christian Schedler von der Kirchenverwaltung und Dr. Peter Jung als Mitglied des Orgelkuratoriums. Wie wir bereits berichteten, ist die Innenrenovierung in St. Stephan aufgrund massiver Schäden unter anderem im Mauerwerk unaufschiebbar. Seit dem gestrigen Dienstag ist die Kirche gesperrt. Alle Gottesdienste, Trauungen, Erstkommunion und Firmung werden nun in der Jesuitenkirche stattfinden. Die Maßnahme soll im Oktober abgeschlossen sein. Für den Kirchweihsonntag, dem 21. Oktober hat bereits Bischof Dr. Konrad Zdarsa sein Kommen zugesichert. Eine erste Hochrechnung der Kosten ergibt bis dato eine Finanzierungslücke von 80.000 Euro, wie Huber berichtete. Diese hoffe man durch Spenden schließen zu können. Gerade weil die Pfarrei in der glücklichen Lage ist, die namhafte Summe von rund einer Million Euro geerbt zu haben, die in die Beschaffung der Orgel fließen soll, schaut die finanzielle Seite der Gesamtmaßnahme nun nicht wirklich düster aus. Allerdings bleibe die eine oder andere Unwägbarkeit, betonte Schedler. Denn aufgrund der vielen Einzelschäden - von Kirchenbänken bis Lautsprecheranlage - könne man bislang nicht definitiv sagen, auf welche Schadensbilder man bei einem ersten Sondieren und Untersuchen noch stoßen werde. Mit Architekt Karl-Heinz Holl habe man jedoch einen erfahrenen Fachmann an der Seite. Neu gestaltet wird im Zuge der Renovierung auch der Altarraum. Nach einem ersten Künstlerwettbewerb habe man mittlerweile die Weichen noch einmal neu gestellt und sich für den Entwurf von Joachim Kraus aus Markt Rettenbach entschieden. Er greift die im Kirchenraum vorherrschenden Säulen auf und setzt im übrigen auf Transparenz. Der neue Altar wird im Zentrum des Altarraumes stehen, nicht aber in Konkurrenz zum dominierenden Hochaltar treten. Ergänzt wird der Volksaltar durch einen passenden Ambo. Mit Beginn der Baumaßnahmen wird die alte Orgel, die mittlerweile in einem sehr schlechten Zustand ist, ausgebaut. Ein Teil der erhaltenswerten alten Zinnpfeifen soll in der neuen Orgel Verwendung finden. Für das neue Instrument konnte der Orgelbauer Siegfried Schmid gewonnen werden. Er konzipiert es so, dass ein Teil auf der Empore aufgebaut wird und ein Teil im Altarraum, wobei von beiden Klaviaturen aus beide Teile angesteuert werden können. Pfingsten 2014 soll die neue Orgel erklingen. Bis dahin wird es zunächst ein elektronisches Leihinstrument geben, ab Herbst 2013 soll wohl bereits das neue Schwellwerk stehen und verwendet werden können, wie Dr. Jung versicherte.

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