Voraussichtlich ab 2023 wird gebaut 

Grünes Licht vom Stadtrat: 20 Bauplätze für Oberauerbach

Oberauerbach Mindelheim Ortsschild
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Oberauerbach soll in den nächsten Jahren wachsen. Den Grundstein dazu hat am gestrigen Montag der Stadtrat mit seinem Beschluss für 20 neue Bauplätze gelegt.
  • Marco Tobisch
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Oberauerbach – Der Mindelheimer Stadtrat hat am gestrigen Montagabend grünes Licht gegeben: Im Westen Oberauerbachs soll die Bauverwaltung 20 neue Bauplätze vorbereiten. Im ersten Schritt ging es nun um die Bauleitplanung, um voraussichtlich ab 2023 ersten Bauherren die Möglichkeit zu geben, ihr Wohnhaus auf Oberauerbacher Grund zu errichten.

Die Freude darüber stand Ortssprecher Manfred Salger (CSU) ins Gesicht geschrieben: „Danke, dass es weitergeht“, sagte Salger, der von zahlreichen Interessenten berichtete, die gerne in Oberauerbach bauen würden. „Viele junge Menschen warten darauf“, so Salger weiter. Er bat die Bauverwaltung darum, möglichst schnell Bauplätze auszuweisen.

Denn wie bei jedem Baugebiet braucht es zunächst eine Bauleitplanung, die Stadtbaumeister Michael Egger und sein Team heuer mit „absoluter Priorität“, so Egger, umsetzen wollen. Seit einigen Wochen sitze man schon an den Planunterlagen mit dem Ziel, das Verfahren noch heuer abzuschließen.

Die 20 Bauplätze entstehen auf einer rund zwei Hektar großen Fläche, die im Norden von der Ringstraße und dem Betriebsgelände der Lech-Elektrizitätswerke, im Osten von Wohngebäuden und einem ehemaligen Hof sowie im Süden vom Gärtnerweg eingegrenzt wird. Den Bebauungsplan für das Areal gibt es bereits seit 2011, nun soll der zweite Bauabschnitt umgesetzt werden. Wie Cassian Behr vom Bauamt den Räten vorstellte, sei das jetzige Plangebiet damals abgekoppelt worden, nun könne man die Ziele von damals wieder aufgreifen und ein reines Baugebiet errichten, um den großen Bedarf an Wohnraum weiter zu decken.

Dörflich gestaltetes Wohngebiet

Zur Gestaltung heißt es in der Stellungnahme der Bauverwaltung: „Die städtebauliche Grundidee für den gesamten unbebauten Planungsbereich ist die Erstellung eines dörflich gestalteten Wohngebiets, welches durchwegs locker mit Einzelhäusern bebaut werden kann.“ Auf diese Weise könnten sich die Neubauten in die „bestehende dörfliche Siedlungsstruktur“ einfügen und zudem als „Abrundung des Dorfes“ auf der Westseite betrachtet werden.

Georg Pfeifer (SPD) erkundigte sich nach dem Zeitplan. Daraufhin antwortete Egger, dass im Anschluss an die Bauleitplanung das „Erschließungsjahr“ 2022 folge, sodass, wenn alles nach Plan verläuft, ab 2023 gebaut werden kann. Der Aufstellung des Bebauungsplans gaben dann alle anwesenden 17 Stadträte ihre Zustimmung.

Grüne haken abseits des Baugebiets nach

Eine Anfrage, Oberauerbach betreffend, gab es nach der Abstimmung noch von Josef Doll (Grüne). Diese betraf aber nicht das neue Baugebiet, sondern den Abriss eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Ortsmitte. Er fragte, inwieweit man dem Bauherrn dort Grenzen setze, denn es sei an dieser Stelle wichtig, „ortsverträglich“ zu bauen, so Doll. Stadtbaumeister Egger antwortete daraufhin, es habe bereits einen Vor-Ort-Termin mit dem Bauherrn und Ortssprecher Manfred Salger gegeben und man bleibe auch weiterhin im Gespräch. Konkrete Pläne liegen dem Stadtbauamt laut Egger noch nicht vor, aber er gehe davon aus, dass man sich mit dem Bauherrn einig werde. „Wenn nicht, müsste man sich nochmal unterhalten“, so Egger abschließend.

Marco Tobisch

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