Internat der Berufsschule Mindelheim eingeweiht

Neue Wohlfühloase erfüllt das Versprechen an die Maristen

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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.
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Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.

Mindelheim – Wenn man wolle, dass mehr Schüler nach Mindelheim kommen, müsse man dafür einiges tun. Oder, um es mit den Worten von Oberstudiendirektor Georg Renner auszudrücken: „Hier wurden die besten Rahmenbedingungen geschaffen für Wohnen und Essen“. Das neue Internat, das allein Schülern der Berufsschule Mindelheim zur Verfügung steht, sei ein Leuchtturmprojekt, das seinesgleichen suche, so der Schulleiter: „So etwas kenne ich in ganz Bayern nicht“. Quasi in letzter Minute wurden die Arbeiten am Wohnheim auf dem Areal des ehemaligen Maristenkollegs fertig – bis kurz vor der feierlichen Einweihung am vergangenen Wochenende wurde gewerkelt. Eine Punktlandung, wie Florian Schuster von der Wohnungsgenossenschaft Mindelheim eG (WoGe), feststellte.

Am neuen Berufsschul-Internat am Champagnatplatz finden die Schüler exzellente Bedingungen vor. Neben knallgrünen Leihfahrrädern haben sie dort auch die Möglichkeit, beim Kicker- oder Billardspielen zu entspannen.

„Es ist eine überwältigende Leistung, was ihr vollbracht habt“. Mit nicht weniger als diesem Lob begann Florian Schuster seine Rede zur Eröffnung des neuen Internates. In nur zwei Jahren habe die Wohnungsgenossenschaft dank des heimischen Handwerks dieses Großprojekt in bewährter Qualität umsetzen können. Wobei Schuster noch weiter ging und das neue Internet als Referenzprojekt bezeichnete, das wohl bayernweit seinesgleichen suche – das, so verriet der Prokurist der WoGe, nicht nur die heim­aufsichtliche Genehmigung durch die Regierung von Schwaben erhalten sondern im gleichen Atemzug auch noch ein Kompliment durch selbige erfahren habe. Mit diesem Internat „stärken wir den Berufsschulstandort Mindelheim“, war sich Schuster sicher. Was auch den Bürgermeister und ersten Aufsichtsrat der WoGe erfreuen dürfte.

Bei aller Freude über die Vollendung und allem Lob über die geleistete Arbeit war sich Schuster aber auch bewusst, dass es ohne die Maristenbrüder das Internat gar nicht gebe. Erst durch den Verkauf des Areals vor drei Jahren hätte der Konvent den Weg für den Campus geebnet; sodass hier das Jugend- und Bildungszentrum der WoGe Mindelheim entstehen konnte. Wenn in zwei Jahren dann auch der neue Kindergarten fertiggestellt sowie das neue Bürogebäude seien, dann habe die WoGe in Summe 32 Millionen Euro am Champagnatplatz investiert. Neben den Einrichtungen der WoGe haben sich inzwischen auch das Jugendamt des Landratsamtes, das Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft BFZ, die Kinder- und Jugendhilfe sowie eine Nachhilfeschule angesiedelt. Komplettiert wird das Angebot durch die Vitadora, die die Kantine des neuen Internates betreibt. In Bälde werde auch der Kreisjugendring hier auf dem Campus einziehen, so Schuster. Somit habe sich das ehemalige Maristenareal, das die Fratres 1932 als Bildungseinrichtung für die Jugend in Mindelheim gegründet hatten, in nur drei Jahren weiterentwickelt und verändert.

Modern und nachhaltig

Der Neubau, ging Schuster auf das Internat näher ein, stehe für die klare und moderne Architektursprache des Büros Holl und Partner. Vor allem im Innenausbau habe die Schreinerei Engel diese Planungen umgesetzt. Und um weitere Stichpunkte zu zitieren, so Schuster, handele es sich um ein KfW-Effizienzhaus 55 mit einer Abluftanlage, speziellen Schaltern an Fenstern und in den Zimmern zur Regulierung des Stromverbrauchs, einer Fußbodenheizung mit regenerativer Energie, Frischwasserstationen und einer Photovoltaikanlage. Und: „Sogar die Schüler fahren nachhaltig zur Schule mit dem Fahrrad, das wir stellen und sponsern“. Dazu gebe es ein umfangreiches Entertainment-, Freizeit- und Gesundheitsangebot wie zum Beispiel dem Fitness- und dem Freizeitraum im Kellergeschoss mit umfangreichem Inventar wie Kicker, Billard und Internetangeboten, voll ausgestatteten Küchen und Lounges. Insgesamt habe das Internat Platz für 200 Schüler, drei Betreuer und die Heimleiter (Wilhelm und Tatjana Unterseher sowie Sophia Kurilo) in 102 barrierefreien Wohnungen. Eine beachtliche Investition von rund 12,5 Millionen Euro, so Schuster.

Von dieser dürften die Schüler erstmal geplättet sein, ist sich Georg Renner sicher. Wobei der Schulleiter unterstrich, dass es sich nicht nur um ein Heim handele sondern um ein Internat – wohnen also nicht nur in einem Gebäude, sondern werden auch betreut, wobei das Wohnheim einer Schule angegliedert ist. Dieses Internat sei eine Herausforderung und Ehre gleichzeitig, für Schule und Heimleitung, es zu leiten und führen. In dieser Ambivalenz zwischen Herausforderung und Ehre werde sich das Ganze auch bewegen.

Und es werde mit eine Aufgabe sein, die Schüler dazu anzuhalten, mit ihrer neuen Wohnstube so umzugehen, „wie wir das erwarten“. Als einen Teil dieser Aufgabe nannte Renner dabei die Verkehrsberuhigung der Mindelheimer Innenstadt – weshalb es für die Internatsschüler, deren Autos in der Tiefgarage parken, auch keine Parkausweise für die Berufsschule geben werde. Stattdessen stehen den Internen Fahrräder zur Verfügung.

Versprechen gehalten

Auch Hans-Joachim Weirather, der als neuer Hausherr quasi die Schlüsselgewalt für das Haus bekam, lobte das Geleistete: „Das habt ihr richtig toll hinbekommen“, meinte der Landrat und fügte an: „Wir sind von der Wohnungsgenossenschaft nichts anderes gewöhnt“. Dabei hätte diese tolle Entwicklung nicht stattfinden können ohne das solide Angebot der Maristenbrüder. Man habe damals den Brüdern das Wort gegeben, dass das Areal weiterhin für Bildung und Jugend genutzt werde. „Und wir haben Wort gehalten“. Und man dürfe angesichts des neuen Objektes durchaus neidisch werden, erinnere das Haus doch eher an ein Drei- oder sogar Viersternehotel als ein Internat. Und auch die Leihräder goutierte Weirather, forderte aber von der Stadt nun auch den Ausbau der Brücken am Areal zum Parkplatz. Mit einem kleinen Buffet und einer Hausbesichtigung wurde das neue Internat dann seiner Bestimmung übergeben.

Oliver Sommer

Rubriklistenbild: © Sommer

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