Stephan Stracke im Maristenkolleg

Wenn Politik interessanter ist als das Internet

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Kleine Menschen mit großen Fragen: Stephan Stracke beantwortet Schülerfragen.

Mindelheim – Im Rahmen der Initiative „erlebe IT“ besuchte Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke die Realschule des Maristenkollegs. In einer Fragerunde hatten Schüler die Möglichkeit, Fragen an ihn zu richten. Die sollten sich jedoch nur am Rande um das Motto IT drehen, denn viel interessanter fanden die Kinder Themen wie Umweltschutz, Asylrecht und Donald Trump.

Stephan Stracke möchte sich mit seiner Initiative für mehr Medienkompetenz beim Umgang mit Smartphones, Computern, Apps und sozialen Medien bei Schülern einsetzen. Dies ist enorm wichtig, da bereits 94 Prozent der 10-Jährigen online sind. 

An dem dazu initiierten digitalen Projekttag konnten die Schüler an Workshops zum Thema Datenschutz, Kommunikation im Netz und Urheberrecht teilnehmen. Doch der spannendste Teil folgte danach: eine Fragerunde mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke, der von seinen eigenen Erfahrungen berichtete und offen für Fragen war. 

Nach wenigen Minuten wusste man, dass alle Schüler ein Handy haben und im Internet unterwegs sind. Facebook „hat keiner mehr“, so ein Schüler, und am meisten nutzen sie Youtube und WhatsApp. Stephan Stracke klärt auf, dass „alles was man hoch lädt, auch dort bleibt“ und das Internet nichts vergessen würde. 

Im Bundestag sei das Thema „Fake News“, also falsche Nachrichten, besonders aktuell und problematisch, so Stracke. Durch die schnelle Verbreitung über soziale Medien könnte man diesen Prozess kaum aufhalten und darum bräuchte man diesbezüglich mehr Gesetze. 

Als die Schüler ihre Fragen stellen konnten, hatten die zunächst so gar nichts mit dem Internet zu tun. Ein Schüler etwa war um die Laubbäume besorgt, da diese vom Biber abgenagt werden, dieser jedoch ein geschütztes Tier sei. Noch viel interessanter, fanden die Schüler das Thema Flüchtlingspolitik und Asylrecht. Stephan Stracke erklärte, dass Deutschland großes geleistet hat mit der Aufnahme von so vielen Flüchtlingen und dies ein großes Zeichen von Humanität sei, doch Deutschland müsse aufpassen, da auch die Möglichkeiten hier begrenzt seien. 

Ein weiterer Schüler wollte wissen, wieso so viele Asylanten wieder zurück in ihr Land müssen, obwohl sie sich so gut integriert haben. Da wurde es etwas komplizierter, doch Stracke erläuterte das Bleiberecht auf Zeit und, dass manche Länder in vielen Regionen, wie Afghanistan, sicher seien. Die Asylanten, die das Land wieder verlassen müssen, hatten in Deutschland viele Möglichkeiten, Bildung zu genießen und könnten diese nun in ihre Heimat bringen und das Land weiter bringen, erklärte er den Schülern. 

Auch sehr interessant für die Jugendlichen war Donald Trump und Strackes Meinung zu ihm. Dazu erklärte Stephan Stracke, dass man Donald Trump ernst nehmen müsse, da er bereits einige Versprechen erfüllt habe, Angela Merkel schon ihr erstes Telefon mit ihm geführt habe und man nun abwarten müsse. 

Obwohl die Schüler die Gelegenheit hatten, eine Stunde nur über das Internet und soziale Medien zu reden, interessierte sie dennoch auch die heutige Welt und die Politik dahinter. Was nicht als selbstverständlich bei heutigen Schülern anzusehen sein mag, dürfte sicherlich auch den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke gefreut haben.

von Antonela Kelava

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