Vom 14. bis 16. Juni

70 Jahre Sportgeschichte: TSV Zaisertshofen lädt am Wochenende ins Festzelt ein

+
Ein schöner Anblick: Das neue Sportheim im Sonnenuntergang.

Zaisertshofen – Der TSV Zaisertshofen feiert heuer sein 70-jähriges Bestehen. Mit 16 Gründungsmitgliedern am 25. Februar 1949 angefangen, kann der Verein schon jetzt auf über 500 Mitglieder zurückblicken. Vom 14. bis 16. Juni wird im großen Festzelt am alten Sportplatz zur Musik von Radlerband und Waidigel getanzt, geschunkelt und getrunken.

Zwei Jahre nach der Gründung bekam der Verein 1951 seinen eigenen Sportplatz, worauf als erstes Fußball gespielt wurde. Nach und nach kamen dann immer „weitere Bausteine dazu“, wie Schriftführer Julian Schilling erzählt. So ist der Sportverein weiter gewachsen. Inzwischen kann man dort neben Fußball auch Tennis spielen, turnen, einen Gymnastikkurs besuchen, Kampfkunst beim Taekwondo trainieren, beim Zumba die Hüften schwingen oder auf der neuen Stockschützenbahn sein Können unter Beweis stellen. Auch die Maskengruppe „Goackalorus“ ist Teil des Vereins.

Seit letztem Jahr ist „alles auf einem Fleck“, denn da wurde am 20. Mai das neue Sportheim samt Hauptplatz eingeweiht. Nach über einem Jahr Bauzeit kann sich das „Prunkstück“ sehen lassen und „macht was her“, so Schilling. Auch ein Beachvolleyball- und Stockschützenplatz sind neu dazugekommen. Finanziert wurde das Sportheim größtenteils vom Verein selbst, der dafür einen Kredit aufnahm, und von Spenden. Die Gemeinde gab noch einen Zuschuss, sodass von verschiedenen Seiten Geld zusammenkam. Nun steht das Sportheim nicht mehr am Ortsrand wie früher, sondern außerhalb vom Dorf.

Den neuen Hauptplatz teilen sich gleich mehrere Vereine, denn auch die Jugend von Mattsies und Tussenhausen gehen dort auf Torejagd. Am Mittwoch, 19. Juni, trägt der TSV Zaisertshofen ein Jubiläumsfußballspiel aus. Ab 19 Uhr duellieren sich die Jungs, die ansonsten in der Kreisklasse Allgäu 2 an den Start gehen, mit dem FC Memmingen. Daher findet auch die Feier auf dem alten Sportgelände statt, damit auf dem neuen Fußballplatz alles für das Spiel vorbereitet werden kann.

„Schön wär‘s, wenn es pro Abend über 1.000 Gäste werden“, wünscht sich Schilling. Am Sonntag steht um 10 Uhr der Gottesdienst mit dem Jugendchor „Sunrise“ auf dem Programm, bevor man danach beim Frühschoppen und Mittagstisch zusammensitzt und von der Musik der Fossachtaler Musikanten unterhalten wird. Höhepunkt am Sonntag ist das „Silbergockel-Elfmeterturnier“. Ab 14 Uhr können Gruppen und Vereine aus dem Dorf zeigen, wer der beste Schütze ist, bevor es Kaffee und Kuchen gibt.

Seit einem halben Jahr ist das Jubiläumsfest schon in Planung. „Anfang des Jahres haben wir uns in der Sitzung darüber unterhalten“, so Schilling. Danach haben sie sich in einem Turnus von drei bis vier Wochen getroffen, um sich auszutauschen. Dabei wurden die Vorstandsmitglieder in verschiedene Bereiche aufgeteilt, um effizienter arbeiten zu können. „Die Arbeitsaufteilung hat richtig gut geklappt.“ Verantwortlicher beim TSV ist der erste Vorstand Peter Ruf. Besonders hervorheben will Schilling aber auch die Ehrenvorstände, Wilfried Neumann, Manfred Mayer und Erwin Schilling.

In der Zukunft plant der TSV Zaisertshofen auch noch die Turnhalle mit nach draußen aufs Feld zu nehmen. Diese soll dann ans neue Sportheim angebaut werden, in dem sich vier Umkleidekabinen, ein Gastraum, ein Büro und Lagerräume befinden.

Julia Böcken

Auch interessant

Meistgelesen

In Bad Wörishofen zu Tode geprügelt: Urteil am Memminger Landgericht
In Bad Wörishofen zu Tode geprügelt: Urteil am Memminger Landgericht
Auf in die 5. Jahreszeit
MINDELHEIM
Auf in die 5. Jahreszeit
Auf in die 5. Jahreszeit

Kommentare