Jahresabschluss der Stadwerke Bad Wörishofen fällt positiv aus

Glänzendes Ergebnis

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Der Jahresabschluss der Stadwerke Bad Wörishofen fällt positiv aus.

Bad Wörishofen – Im Gegensatz zur Kommune glänzen die Bad Wörishofer Stadtwerke mit einem positiven Jahresabschluss. In der jüngsten Stadtratssitzung gab Werksleiter Peter Humboldt das Ergebnis bekannt. Dafür gab es sogar Komplimente von Bürgermeister Paul Gruschka.

„Auch der Werksausschuss hat sich sehr gefreut“, merkte Paul Gruschka nach Humboldts Vortrag an. Dabei hatte Gruschka vor allem die Abführung von fast einer drei Viertel Million Euro aus dem Gewinn der Stadtwerke an den Haushalt der Stadt vor Augen.

Insgesamt konnten die Stadtwerke, die für die Wasser-, Strom- und Gasversorgung zuständig sind sowie den Nahverkehr unterhalten, den Jahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr 2015 um 131.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro steigern. Die Entwicklung sei in allen Bereichen, allerdings auch bei den Aufwendungen positiv, so Humboldt. So verzeichneten die Stadtwerke aus Erlösen und Erträgen 34 Millionen Euro, musste allerdings auch 32 Millionen Euro aufwenden, beide Male Steigerungen von etwa 2,5 bzw. 2,4 Millionen Euro.

Stadtwerke erweitern 

Investiert wurde auch, wie der Jahresabschluss erkennen lässt, allerdings etwas weniger als im Vorjahr. So wurden mit den 1,6 Millionen Euro ein Grundstück erworben, um die Stadtwerke erweitern zu können. Weiterhin musste ein altes und defektes Dieselnotstromaggregat ersetzt und das Blockheizkraftwerk der Therme ausgetauscht werden. Außerdem habe man, so Humboldt, in die Netze Strom, Gas und Wasser investiert, in Summe etwas über 600.000 Euro. Enthalten in dem Jahresabschluss ist auch die Jahresrechnung der Verkehrsbetriebe.

Man habe, so Werksleiter Peter Humboldt, ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit der Prüfung des Abschlusses betraut, das keine Beanstandungen gefunden habe. Zusammenfassend könne man sagen, dass alle Geschäfte der Stadtwerke mit der gebotenen Sorgfalt und in Übereinstimmung mit den Vorschriften geführt worden seien. Die Ertragslage, so das Ergebnis, werde als gut beurteilt, sodass der Vorschlag, den Abschluss so abzusegnen, mit allen Zahlen übernommen wurde.

Investionen in Höhe von 3 Millionen Euro

Ebenfalls übernommen wurde der Wirtschaftsplan der Stadtwerke für das kommende Jahr. Dieser bleibt bei den Ansätzen für Umsatzerlöse, Material- und Personalaufwand sowie Abschreibungen und sonstige Aufwendungen im Rahmen des bisherigen. Für das kommende Jahr sind Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro geplant, vor allem in die Netze fließen wieder mehr als eine Million Euro. Enthalten ist auch wieder eine Abführung an den Stadthaushalt von gut 740.000 Euro sowie eine Darlehenstilgung von knapp 600.000 Euro.

Um diese Ausgaben zu decken, soll es keine Kreditaufnahme geben, weshalb die Auflösung flüssiger Mittel mit gut 1,6 Millionen Euro bei den Einnahmen steht. Als Platzhalter, so Humboldt, müsse man die Summe von 120.000 Euro für die Beteiligung an einem Windpark sehen. Es gehe allgemein um Anlagen zur Erzeugung erneuerbare Energien, ob und in was man das Geld wirklich investiere, könne man noch nicht sagen, beantwortete Humboldt eine Nachfrage von Claus Thiessen.

Jahresabschluss vorziehen 

Entgegen allen Gepflogenheiten wird die Stadt im kommenden Jahr die Haushaltsberatungen für 2018 beginnen, ohne den Jahresabschluss 2016 bzw. die Bilanz für 2016 zu kennen. Das wurde ebenfalls in der Sitzung beschlossen, nachdem das Landratsamt diesem Verfahren so zugestimmt hatte. Allerdings monierten einige Räte, das Schreiben der Aufsichtsbehörde, auf Grundlage dessen der Tagesordnungspunkt beraten worden war, nicht zu kennen. Er wurde daraufhin für alles ersichtlich aufgelegt und konnte in der Sitzung gelesen werden.

von Oliver Sommer

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