»Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns«

Jahresabschlussfeier Markt Wald: Viele Baustellen und das Marcktfest bleiben in Erinnerung

+
Die Rathausband spielte drei Weihnachtslieder, bei denen jeder mitsingen konnte. Bürgermeister Peter Wachler (rechts) stimmte ein.

Markt Wald – „Jeder Einzelne ist für die Marktgemeinde tätig, jeder auf besondere Weise“, sagte Bürgermeister Peter Wachler bei der Jahresabschlussfeier im Adlersaal, zu der alle Angestellten von Markt Wald eingeladen waren. Zusammen mit ihnen blickte Wachler auf „ein ereignisreiches Jahr“ zurück. 2019 war das Jahr der Baustellen und des Historischen Marckt­festes in Markt Wald.

Dieses Jahr habe man „Baustellen zu Genüge“ gehabt. Endlich konnte nun auch die Hauptverkehrsachse durch Immelstetten fertiggestellt werden, die letzten Hausanschlüsse wurden zum Ende des Jahres hin noch verlegt. Die 50 Zentimeter dicke Asphaltdecke habe die Baustelle in die Länge gezogen, berichtete der Bürgermeister. Nach der Winterpause werden die Seitenstraßen von Immelstetten auch noch mit „Gas und Glas“ von der Firma Schwaben Netz GmbH und Erdgas Schwaben ausgestattet. Mittlerweile ist auch der Haushalt mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Markt Wald kam 2019 ohne weitere Kreditaufnahme aus und erhofft sich das auch vom neuen Jahr.

Eine Schippe draufgelegt

Als Highlight dieses Jahres erwähnte Wachler das Historische Marcktfest. „Die Besucherzahlen von 2014 wurden heuer getoppt“, sagte der Rathauschef stolz. Das sonst totgesagte Vereinsleben sei auf dem Land gar nicht so tot – im Gegenteil: „Alle Vereine haben noch einmal eine Schippe draufgelegt.“ Markt Wald war ein „toller Gastgeber“, mit einer „epidemischen Eigendynamik“.

Nun seien aber erst einmal die Augen auf die Feiertage gerichtet. Besinnlichkeit wünscht sie Wachler vor allem für den Kindergarten St. Josef, der ein „hartes Jahr“ hinter sich hat. Personelle Abgänge und Zugänge sowie Kritik am Träger machten es den Erzieherinnen dieses Jahr nicht leicht. Die Betreuungsplätze werden in den Gemeinden erweitert, gleichzeitig schwindet aber das Personal. Das sind „angespannte Zeiten“, meinte Wachler und versicherte, dass der Kindergarten St. Josef eine „gute, qualifizierte Betreuungseinrichtung“ ist. „Wer was anderes sagt, spricht nicht die Wahrheit.“ Der Bürgermeister freute sich daher umso mehr, dass nach sechs Jahren alle Mitarbeiter des Kindergartens samt Praktikantin geschlossen zur Weihnachtsfeier gekommen sind.

Viele Projekte verwirklicht

Die Zukunft der Marktgemeinde sei dagegen noch ungewiss. „Die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie mit“, sagte Wachler und kündigte an, dass es Überraschungen geben wird. Nächstes Jahr stehen Kommunalwahlen an. Der Gemeinderat wird in dieser Konstellation nächstes Jahr zur Weihnachtsfeier nicht mehr vertreten sein. Wachler hat gerne mit den Gemeinderatsmitgliedern zusammengearbeitet und gemeinsam die Ziele verwirklicht, wie zum Beispiel den Umbau der Kläranlage, die Erweiterung des Kindergartens um eine neue Gruppe, Ausweisung sechs neuer Baugebiete als Ortsabrundung, wie „Am Obstgarten“ und „Im weiten Buch“, Neubau von Straßen, Sanierung „Schnerzhofer Weiher“, Umbau Feuerwehrhaus Immelstetten, Sanierung des Rathauses und der Abbau von einer Million Euro Schulden.

Geschäftsleiter Herbert Egger und Bürgermeister Peter Wachler (v. links) sangen zusammen ein polnisches Weihnachtslied.

„Nur die Geschichte mit dem Feuerwehrhaus haben wir noch nicht hingebracht, aber auch da sind wir auf einem guten Weg.“ Er wies darauf hin, dass man eher darauf schauen sollte, was man in den sechs Jahren Amtszeit alles umgesetzt habe und man nicht nach dem gemessen wird, was man nicht erreicht hat. „Wir können stolz auf uns sein“, schloss Wachler seine Ansprache ab. Umso mehr genossen alle die gemeinsamen Stunden, sangen zusammen Weihnachtslieder, die musikalisch von der Rathausband begleitet wurden. Zwei Ständchen gaben Peter Wachler und Geschäftsleiter Herbert Egger im Duett zum Besten. Eines davon war ein polnisches Weihnachtslied „Laufet ihr Hirten“, bei dem die beiden „noch ein bisschen üben“ hätten sollen, räumte Wachler danach lachend ein.

Julia Böcken

Auch interessant

Meistgelesen

Impfzentrum Bad Wörishofen: Corona-Sonderimpfaktion mit AstraZeneca am 2. und 3. Juli
Impfzentrum Bad Wörishofen: Corona-Sonderimpfaktion mit AstraZeneca am 2. und 3. Juli
Bad Wörishofen: Stadtrat macht den Weg frei für das Bauprojekt „Löwenbräu-Arcaden“
Bad Wörishofen: Stadtrat macht den Weg frei für das Bauprojekt „Löwenbräu-Arcaden“
PCR-Alternative zu Erkheim: Weiteres Testzentrum in Bad Wörishofen
PCR-Alternative zu Erkheim: Weiteres Testzentrum in Bad Wörishofen
Neues Gesetz: Kuren sind wieder Pflichtleistung für Krankenkassen
Neues Gesetz: Kuren sind wieder Pflichtleistung für Krankenkassen

Kommentare