Jahresabschlusstreffen der SPD-Frauen

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PD: Bildungspaket wird praxisferne Gutscheinbürokratie Unterallgäu (wk): Mit sozialen Themen beschäftigte sich die AsF Memmingen-Unterallgäu beim traditionellen Jahresschlusstreffen. Nach einem kurzen Rückblick zeigte Vorsitzende Verena Gotzes Bereiche auf, die im neuen Jahr diskutiert werden. »Aufgrund des demografischen Wandels sind neue Wohnformen im Alter von besonderer Bedeutung«, so Gotzes. Ein Fachgespräch mit Vertretern der Wohn-Baugesellschaften in Memmingen und im Unterallgäu sei deshalb geplant. Begrüßt wurde, dass Bundesfamilienministerin Schröder nun ein Folgekonzept für die Mehrgenerationenhäuser angekündigt hat. Mit dem »Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser« sind in Bayern seit 2006 insgesamt 91 Häuser entstanden, so zum Beispiel auch in Memmingen und in Bad Wörishofen. Im Rahmen des Aktionsprogramms des Bundes erhält jedes Haus bisher für einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 40.000 Euro an Förderung vom Bund. »Die Mehrgenerationenhäuser leisten einen wichtigen Beitrag für das Miteinander von Jung und Alt und sollten weiterbestehen«, stellen die SPD-Vertreterinnen fest. Im Zuge der Hartz IV-Reform sollen die Kinder von Hilfeempfängern künftig ein Bildungspaket als Sachleistung bekommen, das heißt Geld für Nachhilfe, Schul- und Kita-Ausflüge, einen Zuschuss für Mittagessen und maximal zehn Euro für Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen oder Kulturvereinen. »Die Job-Center müssen dann mit Schulen Klassenausflüge abrechnen und klären, ob ein Kind Nachhilfe benötigt und Vereinbarungen mit Leistungsanbietern abschließen und Gutscheine oder Kostenübernahmen ausstellen.« »Das wird so richtig bürokratisch«, so AsF-Vorsitzende Irmgard Schäffler (Türkheim). Die AsF hofft, dass im Vermittlungsausschuss noch positive Änderungen erzielt werden. Die Job-Centren sind für Leistungsgewährung, Qualifizierungsmaßnahmen und Job-Vermittlung da, aber nicht dafür, für ein Kind ein Nachhilfeangebot oder den besten Sportverein auszusuchen. »Bildung, Lernförderung, günstiges Mittagessen sowie Sport- und Musikangebote für Kinder wären an Schulen besser angesiedelt als bei Job-Centern«, so Verena Gotzes und Irmgard Schäffler abschließend.

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