Handlungsbedarf in der Türkheimer Eishalle

Kälteanlage und Bandenerneuerung: Im Sieben-Schwaben-Stadion muss zeitnah investiert werden

Im Sieben-Schwaben-Stadion wurde jüngst die Kältemaschine ersetzt. Wie bekannt wurde, gibt es aber noch weitere Baustellen, die zeitnah angegangen werden sollen.
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Im Sieben-Schwaben-Stadion wurde jüngst die Kältemaschine ersetzt. Wie bekannt wurde, gibt es aber noch weitere Baustellen, die zeitnah angegangen werden sollen.
  • VonOliver Sommer
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Türkheim – Relativ kurzfristig musste der ESV Türkheim reagieren und die Kältemaschine, mit der im Sieben-Schwaben-Stadion die Eisfläche produziert wird, ersetzen lassen. Im Gemeinderat ging es nicht nur um die Kosten, sondern auch um Sanierung der kompletten, in die Jahre gekommenen Anlage.

Wie immer, wenn man etwas eigentlich dringend bräuchte, gibt es seinen Geist auf, funktioniert nicht mehr und bedarf der Reparatur. Das musste man auch beim Eissportverein Türkheim kürzlich zur Kenntnis nehmen, als die neue Eissaison starten sollte. Denn anstatt, dass die Eismaschine, mit der die Eisspielfläche hergestellt wird, zuverlässig kühlte, war das nötige Kältemittel verdampft, nachdem ein Schlauch an der Kälteanlage geplatzt war. Um den Betrieb und damit die Eisfläche erhalten zu können, schreibt der Vorstand des ESVT, Karsten Heisters, „waren wir leider gezwungen, ohne Rücksprache sofort eine Fachfirma mit der Reparatur zu beauftragen“.

Diese Reparatur kostet den Verein über 12.000 Euro netto, wie Heisters schreibt. Allerdings habe man mit der Reparaturfimra einen Werbevertrag aushandeln können, so Heisters, durch den die Reparaturkosten auf etwas über die Hälfte der Bruttokosten reduziert werden konnten. Für diese verbleibenden 8.330 Euro bitte man den Markt um die Übernahme der Hälfte der Kosten. Bei Vereinen übernimmt die Gemeinde Türkheim in der Regel die Hälfte der Rechnung, fordert aber normalerweise ein weiteres Angebot. Im vorliegenden Fall war aufgrund der Dringlichkeit natürlich nicht mehr möglich gewesen, ein zweites Angebot einzuholen.

In seinem Vortrag deutete Bürgermeister Christian Kähler aber bereits an, dass die Kälteanlage in die Jahre gekommen sei und man nicht umhin kommen werde, diese komplett auszutauschen. Neuere Anlagen seien zudem sparsamer und man könne flexiblere Komponenten installieren. Zudem seien einige Teile bzw. die Holzbande (am Eisrand) nicht mehr regelkonform. Dem Markt bzw. Dem ESVT liegt bereits ein Angebot für den Austausch der Kälteanlage und die Erneuerung der Bande vor: In Summe würde das mit rund 650.000 Euro zu Buche schlagen. Bislang habe man diese Arbeiten auf 2023 schieben wollen, könnte diese aber auch schon auf heuer vorziehen.

Komplettsanierung noch offen

Allerdings müsse man zunächst beim Landessportverband einen Zuschussantrag einreichen, um Fördermittel zu erhalten. Vorher dürfe der Verein nichts unternehmen, um eventuelle Zuschüsse nicht zu gefährden. Auch müssten die Kosten im Haushalt des Marktes um ein Jahr nach vorn gezogen werden, sagte Kähler. Wie zu erwarten, stimmten die Räte dem Antrag zu. Der Markt übernimmt 4.165 Euro. Mit der Komplettsanierung werden sich die Räte nochmals befassen müssen.

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