St. Stephan Renovierung

Gnadenbild derzeit in St. Stephan

Das Gnadenbild „Maria Schnee“ hat Herberge in der Stadtpfarrkirchebezogen.
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Das Gnadenbild „Maria Schnee“ hat Herberge in der Stadtpfarrkirchebezogen.

Mindelheim – Seit dem Hochfest Mariä Himmelfahrt befindet sich das „Maria-Schnee“-Gnadenbild der Eichetkapelle in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche. Aufgrund der derzeitigen Renovierungsarbeiten ist die Eichetkapelle bis zum Frühjahr 2018 gesperrt.

Im Rahmen dieser Maßnahme, die rund 200.000 Euro kostet, wird der Dachstuhl, aber auch das Mauerwerk und der Innenraum erneuert. Um den Gläubigen den Zugang zum Gnadenbild zu ermöglichen, hat die Kirchenverwaltung entschieden, das Bildnis vorübergehend am rechten Seitenaltar von St. Stephan aufzustellen. Es handelt sich dabei um eine Nachbildung des bekannten Bildes „Maria Schnee“ von Santa Maria Maggiore in Rom. 

Der Überlieferung nach war das Mindelheimer Bildnis ursprünglich an einer Eiche eingewachsen. Als diese gefällt werden sollte, entfernte man das Bild, fand es aber am nächsten Tag wieder am ursprünglichen Platz. Das veranlasste die Mindelheimer Bürgersfrau Elisabeth Bodenmüller im Jahr 1803 mittels gesammelter Geldbeträge, eine hölzerne Feldkapelle zu errichten, auf deren Altar das Bild aufgestellt wurde. 1819 erfolgte der Neubau einer größeren, ebenfalls hölzernen Kapelle. Den bestehenden massiven Bau der heutigen Eichetkapelle ließen 1871 der Maurermeister Andreas Scheu und der Kaufmann und Kirchenpfleger Josef Boneberger aus ihren Mitteln errichten. 

Der Hochaltar birgt in einem klassizistischen, rundbogig geschlossenen Rahmen des frühen 19. Jh. das Gnadenbild „Maria Schnee“, das auf ein rindenumgebendes Stück Baumstamm gemalt ist. Nach der Renovierung soll es dort auch wieder seinen Platz finden. Zahlreiche Votivtafeln zeugen bis heute von den Gebetserhörungen, die auf die Fürsprache der Gottesmutter vom Eichet erfolgt sind.

von wk

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