Mindelheimer Feuerwehr reagiert mit Sichtschutzwand auf Gaffer-Problem

Kommentar: Jeder der 333 Euro ist zu viel

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„Na, geht Ihnen die Gruppe, die neben Ihrem Arbeitsplatz steht und schon wieder den ganzen Tag Fotos und Videos von Ihnen macht, allmählich auch gegen den Strich? Ach, die gibt‘s bei Ihnen nicht? Dann zählen Sie offenbar nicht zu den Unterallgäuer Rettungs- oder Einsatzkräften, die täglich für uns oder unsere Mitmenschen – größtenteils ehrenamtlich – im Einsatz sind.

Dass nun 333 Euro von den Spendengeldern der Mindelheimer Feuerwehr abgezwackt werden mussten, nur um die Privatsphäre von Unfallopfern zu schützen, ist wirklich traurig. Dass jemand, der nach einem schweren Verkehrsunfall wohl gerade seine schlimmsten Momente durchlebt, nicht einem Blitzlichtgewitter ausgesetzt sein darf, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Da kann man sich nur Polizeichef Zielbauer anschließen und auf mehr Vernunft hoffen. Wenn wir das Handy künftig stecken lassen, ist allen geholfen: den Einsatzkräften, dem Unfallopfer, und den Autofahrern, die auf die Räumung der Unfallstelle warten. Denn wir müssen nicht immer alles sehen, wissen und im Freundeskreis verbreiten.

Und wer seine Sensationslust dann künftig nicht mehr befriedigt sieht, sollte vielleicht den Fernseher anschalten oder das Internet durchforsten – aber nicht zu Lasten von Mitmenschen, die um ihr eigenes Leben oder das anderer kämpfen.“

Marco Tobisch

Zum Leitartikel: Gaffer-Problem: Mindelheimer Feuerwehr schützt Unfallopfer mit Sichtschutzwand

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