Trotz Pandemie ein erfolgreiches Jahr

Kreisjugendring: Geschäftsführer Jungbluth verabschiedet, neuer Vorstand gewählt

Kreisjugendring Unterallgäu
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Beim Kreisjugendring will man an einem Strang ziehen, das machte auch die jüngste Mitgliederversammlung deutlich. Am Montag wurde dort digital der neue Vorstand gewählt.
  • Jessica Socher
    VonJessica Socher
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Mindelheim/Unterallgäu – Am Montagabend fand die „hybridgemäße“ Vollversammlung des Kreisjugendrings Unterallgäu (KJR) statt, allerdings nicht als Präsenzveranstaltung, sondern – wie heutzutage so oft – digital statt. Neben Landrat Alex Eder waren auch Vertreter des Jugendamtes, des Bezirksjugendrings und der Jugendbildungsstätte (JuBi) Babenhausen eingeladen. An diesem Abend standen nicht nur verschiedene Themen, sondern auch die Wahl der Vorstandschaft auf der Tagesordnung.

Landrat Eder bezeichnete gleich zu Beginn diese Vollversammlung als „sehr, sehr besonders“. Nicht nur, weil es die letzte Vollversammlung mit Hans-Reinhard Jungbluth als KJR-Geschäftsführer sei, sondern auch aufgrund der Corona-Pandemie. „Sie alle sind in einem Themenfeld beschäftigt, in dem die Auswirkungen, wie ich finde, besonders dramatisch sind“, merkte Eder an. Auch Dorothee Schöps (Vorstandsmitglied des Bezirksjugendrings) bedankte sich bei allen und bekräftigte, dass ohne deren Zutun keine Jugendarbeit möglich wäre und trotz der aktuellen Situation gute Angebote überlegt wurden.

Auch die Finanzen des KJR waren Thema der digitalen Vollversammlung: Diese Aufgabe übernahm Hans-Reinhard Jungbluth, der die Jahresrechnung von 2020 kurz darstellte. Trotz Corona sei der Bewirtschaftsabschluss insgesamt sehr gut eingehalten worden, erläuterte Jungbluth. Dieser liege 0,3 Prozent unter dem Haushaltsansatz von 3.448.200 Euro und beträgt knapp über 3.353.893 Euro. Wegen der Pandemie habe es eine größere Abweichung zum Vorjahr gegeben, so der scheidende KJR-Geschäftsführer. So habe es beispielsweise nur eine Vollversammlung in Präsenz gegeben, acht Veranstaltungen im Jahresprogramm mussten abgesagt werden und von 25 geplanten „verlässlichen Ferienbetreuungen“ seien elf ausgefallen, bedauerte Jungbluth. Es habe allerdings auch höhere Ausgaben gegeben, unter anderem durch die Lizenzierung von Microsoft-Programmen sowie Renovierungsarbeiten im Jugendübernachtungshaus.

Die Vorsitzende des KJR, Kathrin Specht, stellte zudem einen neuen Grundlagenvertrag zwischen dem Jugendamt und dem Kreisjugendring vor. Der alte Grundlagenvertrag entspreche nicht mehr dem aktuellen Sachverhalt, erklärte Specht. Der Zweck sei es, die gemeinsame Zusammenarbeit zu vertiefen. Sandra Müller, die seit April Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Unterallgäu ist und zusammen mit Jungbluth noch bis September eine Doppelspitze bildete, stellte den Haushaltsplan für 2021 vor, der sich bei den Einnahmen und Ausgaben auf rund 3,8 Millionen Euro beläuft.

Neue Vorstandschaft gewählt

Obwohl es während der digitalen Vollversammlung hin und wieder technische Probleme wie Störgeräusche oder Schwierigkeiten beim Beitreten der Videokonferenz gab, konnten schlussendlich 20 Stimmberechtigte einen neuen Vorstand wählen. Mit dem Onlinewahlprogramm „votesUP!“ wurden anonym und mit einigen Herausforderungen schließlich fünf neue Vorsitzende gewählt. Als 1. Vorsitzende wurde Kathrin Specht, die diese Position bereits seit zwei Jahren bekleidet, einstimmig im Amt bestätigt. „Ich möchte gerne weitermachen, weil mir die Arbeit Spaß macht“, sagte die alte und neue 1. Vorsitzende des KJR nach ihrer Wiederwahl. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut und ebenfalls einstimmig Heidemarie Barth (Verband: Evangelische Jugend) gewählt. „Ich bin nicht mehr so jung, aber schon sehr lange im Vorstand des Kreisjugendrings“, sagte Barth und machte deutlich, dass sie bereits viel Erfahrung auf diesem Gebiet habe. Als Beisitzer fungieren Marion Schobloch (Verband ev.freikirchliche Gemeinde), Hubert Mehnert (Verband: BDKJ), Frank Rattel (Verband: Bund Naturschutz), Bruno Heyer (Verband: BLSV) und Christian Heimpel (Verband: JF Unterallgäu), zwei weitere Plätze bleiben frei. Markus Grauer ist weiterhin Kassenrevisor und Max Heim ersetzt Michael Sturm als Rechnungsprüfer. Am Ende der Vollversammlung verabschiedete sich die neugewählte Vorsitzende Kathrin Specht von Hans-Reinhard Jungbluth, der den KJR im Juli verlässt und dankte ihm für sein jahrelanges Engagement.

Die nächste Vollversammlung ist im November geplant. Dann hoffentlich nicht mehr auf dem digitalen Weg, wie der ein oder andere Teilnehmer deutlich machte.

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