Im Interview mit der Jugend

Kreisjugendring organisiert Live-Austausch mit Lokalpolitikern bei Instagram

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Der Kreisjugendring organisiert ab Freitag einen Austausch zwischen Jugend und Lokalpolitikern auf Instagram.
  • Marco Tobisch
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Mindelheim/Unterallgäu – „Wenn die Politik nicht zur Jugend kommt, dann bringen wir die Jugend eben zur Politik“, erklärt Florian Kastenmeier, Leiter des Mindelheimer Jugendhauses „JiM“ angesichts eines neuen Austauschformates. Denn ab Freitag, 16. April, organisiert der Unterallgäuer Kreisjugendring die Interviewreihe mit Lokalpolitikern verschiedener Parteien. Beim gut 45-minütigen Austausch unter dem Titel „Heute fragen wir…“ dürfen sich die Politiker den Fragen von Jugendlichen live bei Instagram stellen.

„Früher hieß es oft, dass Kinder und Jugendliche sich nicht für Politik interessieren würden, weil es sie nur unbewusst betrifft“, erklärt der Kreisjugendring in einer Pressemitteilung seine Beweggründe für das neue Format. Im Unterallgäu wisse man aber längst, dass durchaus Interesse für die Politik vorhanden sei, erklärt Florian Kastenmeier – und das nicht nur bei Corona-Themen, denen sich bekanntermaßen niemand entziehen könne, sondern auch anderen politische Fragen gelte die Aufmerksamkeit Jugendlicher.

Live-Austausch

Apropos Fragen: Was auch immer der jüngeren Generation auf den Nägeln brennt, könne sie die Politiker bei Instagram fragen – und das live während des Gesprächs. Auch vorher schon könne man dem Kreisjugend­ring über Instagram drängende Fragen zuschicken, so Kastenmeier. „Ich bin schon sehr gespannt, was da für Fragen kommen.“ Als Schwerpunktthemen hat sich der Kreisjugendring, das verrät der „JiM“-Leiter, erwartungsgemäß Jugendthemen sowie die Corona-Lage auf die Fahne geschrieben, freilich dürften die Instagram-Zuschauer aber auch gerne Fragen zu anderen weltpolitischen Themen stellen. Ziel solle dabei nicht nur sein, zur Politik aufzuklären bzw. im Rahmen des Interviews einen Politiker vorzustellen, sondern auch den Mensch dahinter zu beleuchten, erklärt Kastenmeier.

Erste Interviewgäste haben ihr „Kommen“ bereits zugesagt. Los geht es am kommenden Freitag, 16. April, mit Jürgen Bäurle, Fraktionsvorsitzender der JWU im Unterallgäuer Kreistag. Weiter geht es am darauffolgenden Montag, 19. April, mit Landrat Alex Eder und am Freitag, 23. April, mit dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag und Zweiten Bürgermeister Bad Wörishofens, ­Daniel Pflügl. Beginn für diese drei Auftaktfolgen von „Heute fragen wir...“ ist jeweils um 18 Uhr. Im Anschluss sollen auch die Vertreter sämtlicher weiterer Kreistagsfraktionen zu Wort kommen: Im Auge habe man bereits Michael Helfert (SPD) und auch Christoph Maier (AfD) habe bereits einen Vertreter seiner Partei angekündigt. Eine Einladung erhalten haben auch die CSU, FDP, und ÖDP. So wolle man jeder Fraktion die Chance geben, sich zu präsentieren – was auch im Hinblick auf die Bundestagswahl Ende September „spannend“ werde, sagt Kastenmeier.

Der „JiM“-Leiter selbst werde sich, weil er selbst CSU-Mitglied ist und unter anderem im letzten Jahr für den Mindelheimer Stadtrat kandidiert hatte, im Hintergrund halten, wie er sagt. Die Moderation übernehmen Lisa Fuhrmann, Anja Pfluger und Christos Georgiadis, allesamt Mitarbeiter des Kreisjugendrings. 45 Minuten sind pro Interview etwa angepeilt.

Die Jugend will sich informieren

Mit diesem Format will der Kreisjugendring auch mit Blick auf die Bundestagswahl einen Überblick geben und aufzeigen, wofür die Parteien stehen. „Leider sind seit Beginn der Corona-Pandemie die Treffen der Kinderparlamente nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Aber gerade in dieser Zeit haben junge Menschen viele Fragen an Politiker und möchten etwas tun und sich informieren“, heißt es in der Pressemitteilung des Kreisjugendrings.

Weitere Formate sind bereits in Planung: Wie Kastenmeier verrät, werde man im Vorfeld der Bundestagswahl auch wieder eine U18-Wahl im Unterallgäu durchführen. Und auch eine Podcast-Serie, in der sich jede Partei vorstellen darf, könnte im Anschluss an die Interviews folgen. „Das wird auf jeden Fall ein spannendes Jahr“, meint Florian Kastenmeier.

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