Fasching in der Wertachgemeinde

„D‘ Faschingsnarr im Lebenslauf...“

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Die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberten Prinzessin Martina I. und Prinz Martin I. mit ihrer überraschungsreichen Tanzeinlage.

Ettringen – „Ausverkauft“ prangte in deutlichen Lettern an der Eingangstür zur Turnhalle, die sich am vergangenen Samstag wieder einmal in eine Hochburg des örtlichen Faschings verwandeln sollte. Die Ettrinaria hatte zu einem ganz besonderen Krönungsball geladen: 65 Jahre darf die Faschingsgesellschaft der kleinen Wertachgemeinde heuer feiern. Und wenn die Ettrinarria ruft – dann kommen die Ettringer auch!

Wohl mag es nicht nur am 65-jährigen Jubiläum gelegen haben, dass bereits im Vorfeld alle Karten für den

Das Miniprinzenpaar Johanna I. und Maximilian I.

Krönungsball vergriffen waren. Nein, dieser „Tatbestand“ darf durchaus als Tradition angesehen werden. „Der Krönungsball ist so gut wie immer ausverkauft“, bestätigt denn auch Alfred Blochum, der selbst einmal Prinz der Saison 1973 gewesen war und es sich auch an diesem Abend nicht nehmen ließ, dem Spektakel beizuwohnen. Dennoch hatten sich einige Besucher wagemutig gezeigt, und auch ohne Eintrittskarte angestellt – leider ohne Erfolg. Sie konnten sich die „närrischen“ Darbietungen dann jedoch „von oben“ – also vom Barbereich aus ansehen. 

Bis auf den letzten Platz besetzt, knisterte es förmlich vor Spannung in der Turnhalle. Gespannt warteten die Besucher darauf, was sich die Faschingsgesellschaft heuer zum Jubiläumsjahr ausgedacht hatte. D‘Faschingsnarr im Lebenslauf vom Jüngling bis ins Alter nauf“, lautet das Motto dieser Saison. Als Beleg dafür wurde gleich mit einem launigen Akt begonnen: Unter den Akkorden des Songs „Holz“ der 257ers stürmten die wilden Jungs des Elferrats in den Saal. Zur Freude des Publikums lieferten sie sich ein Wettrennen der besonderen Art: Vier klapprige Omis, dargestellt von Elferrätinnen, sollten ihre Herausforderer sein. Unter Gejohle und Geklatsche folgte eine trickreiche Ausführung des Wettbewerbs, den – Surprise, Surprise – die Rentnerinnen für sich ausmachten. 

Launig ging es danach weiter. Allen voran Jürgen Reiber, Präsident der Ettrinarria, und sein Stellvertreter Jan Marx sorgten mit ihrer Eröffnungsrede für Begeisterung beim Publikum, die sich bei der Vorstellung der Minigarde samt Miniprinzenpaar noch steigern sollte. Die Einleitung dazu leistete Jan Marx gemeinsam mit Hofmarschall Samuel Panhans, der seinen Auftritt mit Bravour absolvierte. Frisch und voller Freude sorgten anschließend die kleinen Gardemädchen für einen nahezu reibungslosen Auftritt und bewiesen aufgrund ihrer Beweglichkeit, dass sie den Vergleich mit der Großen Garde nicht unbedingt zu fürchten brauchen. In maßgeschneiderten Kostümen sorgten sie so auf dem Parkett für eine flotte Darbietung. 

Auch das Miniprinzenpaar Johanna I. und Maximilian I. überraschten die Zuschauer mit einer schwungvollen Tanzeinlage. Das zuckersüße Paar eröffnete den Tanz zu den Klängen von „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, was so manchem Gast ein ergriffenes „Ah“ und „Oh“ entlockte. Selbst Bürgermeister Robert Sturm, der im Anschluss Geschenke an das Miniprinzenpaar als auch die Minigarde überreichte, konnte seine Rührung für einen Moment nicht verbergen. Als ihm Hofmarschall Matthias Böck die Frage stellte, wie oft er wohl in der Weihnachtszeit dieses weltbekannte Märchen im Fernsehen gesehen habe, kam die Antwort des Rathauschefs prompt. „Gesehen habe müssen“, erklärte er lachend. 

Ein weiterer Höhepunkt stellte anschließend die Übergabe der Insignien vom scheidenden an das amtierende Prinzenpaar dar. Prinzessin Martina I. (de Paly) mit ihrem Prinzen Martin I. (Senner) flogen die Herzen der Zuschauer nur so zu, als beide in ihren Antrittsreden erklärten, wie sie zu Prinz und Prinzessin der Ettrinarria 2016/2017 wurden. Dass Martina schon immer einmal Prinzessin werden wollte, sei klar gewesen. „Ihrem“ Prinzen musste dieser Wunsch erst noch schmackhaft gemacht werden. Doch schließlich werden Martinas Wünsche auch die Wünsche Martins – irgendwann. Zur Freude der Faschingsgesellschaft fand sich damit das Jubiläumsjahr-Prinzenpaar. 

Heftigen Beifall gab es dann natürlich für den anschließenden Showtanz der beiden. Eine Rock‘n‘Roll-Variante sollte eindrucksvoll beweisen, was beide tänzerisch so drauf haben. Und in der Tat: Selbst dem mit stattlicher Körpergröße ausgezeichneten Prinzen gelang ein formvollendetes Rad auf dem Tanzparkett. Die Besucher johlten zum Dank. Weitere Höhepunkte des Krönungsballes folgten auf den Fuß. Nicht nur die Garde der Ettrinarria wurde, dank ihrer mitreißenden Darbietung, beklatscht. Auch eine Laufsteg-Modenschau, die sich den Kostüm-Mottos der letzten neun Jahre widmete, sorgte für launige Unterhaltung. 

Sollten Prinzessinnen, Gardemädchen und Elferrätinnen bei den männlichen Gästen für so manchen verstohlenen Blick sorgen, darf als Pendant an dieser Stelle auch Hofmarschall Matthias Böck nicht vergessen werden. So sei an dieser Stelle der Kommentar erlaubt, dass auch er für Aufsehen bei den Damen sorgte, wie er, smart und lässig, in seiner gut sitzenden, roten Uniform durchs Programm führte. 

Feierlich wurde es für einen Moment, als Präsident Jürgen Reiber mit Unterstützung seines Vizes Jan Marx die diesjährigen Faschingsorden an verdiente Persönlichkeiten überreichte. Denn unter den Ausgezeichneten waren auch „Blaublüter“ auszumachen: Die allererste Prinzessin der Ettrinarria überhaupt, Theresia Willer, freute sich über die Ehrung. Als Prinzessin Resi I. sorgte sie 1952 für Furore. Auch der eingangs erwähnte Prinz Alfred I., gekrönt im Jahre 1973, wurde ausgezeichnet. Er trägt den Ordensratorden für fast 50 Jahre Treue zur Ettrinarria. 

Anschließend wurde kräftig das Tanzbein geschwungen und bereits mit Vorfreude auf den nächsten Ortstermin geschielt. So findet am Samstag, 21. Januar, der TSV-Ball in Ettringen statt. Vorverkauf dazu ist am kommenden Samstag, 14. Januar, um 13 Uhr beim Café Gutschabäck. 

von Regine Pätz

"Ettrinarria - Hurra!

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Faschingsgaudi pur

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