Weiterer Fahrplan ungewiss

Kulturfabrik feiert Einjähriges - Geburtstagsparty verschoben

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Letztes Jahr veranstaltete die Kulturfabrik einen Spätaufsteher-Flohmarkt mit Musik und Ausschank. Eigentlich wäre ein Flohmarkt auch für die Geburtstagsparty zum Einjährigen geplant gewesen. Nun wurde die Fete erst einmal verschoben. Wann sie nachgeholt wird, ist noch offen und hängt von den Auflagen ab.

Mindelheim – 18. Mai 2019: Die Geburtsstunde der Kulturfabrik. Ein Jahr ist es nun her – ein Jahr, in dem viel passiert ist. Mittlerweile hat sich die Kulturfabrik bei den Mindelheimern etabliert, 90 Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt, viele weitere befinden sich noch in der Pipeline. ­Markus Putz, Initiator der Kulturfabrik, blickt auf ein aufregendes Jahr zurück.

Eigentlich wollte Markus Putz das Einjährige ganz groß feiern mit Musik, Grillen und einem Flohmarkt. Nun musste er die Pläne „über den Haufen schmeißen“, genauso wie das geplante Oktoberfest im September. Das Coronavirus hat vor allem die Veranstaltungsbranche weiterhin fest im Griff. Es gebe noch keinen wirklichen Fahrplan, sagt Putz. Er hofft, dass Ministerpräsident Markus Söder nach Pfingsten den weiteren Verlauf für kleine und mittlere Veranstaltungen bekanntgeben wird. Doch ob Putz überhaupt die strengen Auflagen einhalten könnte und ob sich das Event dann noch finanziell lohnen würde, bleibt abzuwarten. Fraglich ist dann auch, ob Alkohol ausgeschenkt werden darf oder nicht, denn natürlich lasse ein gewisser Alkoholpegel die Hemmungen fallen. Die Abstände würden dann wahrscheinlich nicht mehr so gut eingehalten, befürchtet Putz.

In dem einen Jahr der Kulturfabrik wurden etliche unterschiedliche Veranstaltungen angeboten wie ein Flohmarkt, Spieleabende, Yoga, Technopartys, Kabarett, eine Saatgut-Börse, ein Eltern-Kind-Café aber auch politische Veranstaltungen wie eine Diskussionsrunde mit Landwirten oder eine Vorstellungsrunde der jungen Stadtratskandidaten vor der Kommunalwahl. Putz freut sich, dass alle diese Veranstaltungen funktionieren – egal, ob bei jung oder alt. Das Programm werde von allen Altersklassen gut angenommen. Partys würden so gut besucht, dass man teilweise den Einlass beschränken musste und auch die Saatgut-Börse fand großen Anklang. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Zuspruch so positiv ausfällt. Das ist nicht selbstverständlich“, zeigt sich Markus Putz zufrieden.

Für ihn gab es aber keinen richtigen Höhepunkt in diesem ersten Jahr, sondern „jede Veranstaltung, die funktioniert hat, war ein Highlight“. Doch natürlich bleibt ihm die Eröffnungsparty besonders in Erinnerung. Manche Dinge, wie das Geschäftsfrühstück, mussten sich auch erst einmal etablieren. Waren beim ersten Termin nur wenige Leute anwesend, wurde es beim zweiten Termin am Tisch schon deutlich voller.

Voll ist auch eigentlich der Jahresplan der Kulturfabrik, doch wegen des Coronavirus könne man noch nichts Genaues sagen, wann was wie stattfinden wird und unter welchen Auflagen. Neben dem geplanten Oktoberfest und der Geburtstagsparty wären unter anderem noch ein Flohmarkt, eine Klamottentauschparty, eine Techno- und 80er-Party sowie ein Weihnachtsmarkt für dieses Jahr vorgesehen gewesen.

An dieser Stelle möchte sich Putz bei seinen fleißigen Helfern bedanken, ohne die die Feste nicht zu stemmen wären. Er betont, dass die Kulturfabrik nicht nur seine Person ausmachen würde, sondern, dass weitaus mehr Personen hinter dem Namen Kulturfabrik stehen würden, die mit anpacken – alles auf ehrenamtlicher Basis. Die Kulturfabrik ist mittlerweile ein Gemeinschaftsprojekt geworden. Deshalb will Putz auch einen Kulturverein gründen, der die Kulturfabrik übernimmt und sich auch in anderen kulturellen Bereichen der Stadt einbringt. Bereits jetzt helfen an die 40 Personen regelmäßig bei Veranstaltungen der Kulturfabrik mit – wie etwa Sheila Richinger, die viele Events plant und das zuständige Personal dafür ordert. „Sie lebt die Kulturfabrik. Sie und Stefan Haase waren schon Unterstützer der Kulturfabrik, als diese nur auf dem Papier als Konzept und Idee bestand“, sagt Putz. Stefan Haase ist für die Partyorganisation zuständig, legt selbst auf und kümmert sich derzeit um die Beschaffung von Bühnenlicht. Simone Grabowitz organisiert ebenfalls viele Events wie den Weihnachtsmarkt und hat das Eltern-Kind-Café ins Leben gerufen. Christoph Reß, der das Miele-Museum unter dem Dach der Kulturfabrik leitet, kümmert sich, wenn beispielsweise die Heizung leckt, besorgt Zubehör, hält das Gelände in Schuss und ist in der Küche tätig. Wenn es darum geht, eine Veranstaltung mit Technik auszustatten und selbst als DJ aufzulegen, ist Franziskus Steber zur Stelle. Dank Sebastian Rothe hat die Kulturfabrik mittlerweile auch eine entsprechende Webseite (wwww.kulturfabrik-mindelheim.de).

Auch das Team von Rotaract Bad Wörishofen-Mindelheim ist regelmäßig mit am Start, indem es eigene Veranstaltungen wie zum Beispiel den Poetry Slam durchführt. Ebenfalls verlässliche Partner der Kulturfabrik sind unter anderem der Bund Naturschutz, der Billard-Club, die VHS und das städtische Kulturamt. Die Zusammenarbeit, die Gemeinschaft, die Kreativität sind „genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, so Putz abschließend.

 jb

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