Kurdirektorin Petra Nocker überzeugt Bad Wörishofer Stadtrat

Nocker: "Wir verfügen über zwei top ausgebildete Kräfte"

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Petra Nocker

Bad Wörishofen – Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer konnte Bad Wörishofens Kurdirektorin Petra Nocker die Stadträte überzeugen, dass es keines teuren „Experten“ von außen bedarf, um die Stadt und das Produkt „Kneipp“ besser zu vermarkten. Mit ihrem Antrag demonstrierte die Fraktion der Grünen lediglich, dass man zuvor nicht informiert hatte, wie die Stellungnahme des Kur- und Tourismusbetriebes zeigt.

Den Antrag der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen und SPD einen „Marketingmanager Tourismus“ einzustellen zu wollen, begann Petra Nocker ihr Statement, sehe man von Seiten des Kur- und Tourismusbetriebes als Absicht, diesen für die Stadt Bad Wörishofen elementaren Wirtschaftszweig fördern zu wollen. Man erkenne, dass mit einer touristischen Strategie, dem Destinationsmarketing und der Produktentwicklung „Kneipp“ der negativen Entwicklung der Übernachtungszahlen entgegen wirken zu wollen. „Aus diesen Gründen haben wir der bestehenden Marketingleiterin Cathrin Herd eine umfassende, berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Marketing und Vertrieb vorgeschlagen“, erklärte Nocker; und das bereits Anfang 2017, also vor zwei Jahren. „Die Kollegin hat diese Chance mehr als bereitwillig genutzt und absolviert seit Beginn des Jahres den Masterstudiengang „Marketing und Vertrieb“. Herd studiere an der der „touristisch versierten“ Universität Krems (Österreich) und werde im August kommenden Jahres mit ihrer Masterarbeit abschließen.

Vor allem mit Blick auf die anstehenden Jubiläen in Bad Wörishofen in den Jahren 2020 und 2021, fuhr Nocker in ihrem Statement fort, werde die Kurverwaltung von Veronika Heim vor allem bei der Planung, Vorbereitung und Umsetzung unterstützt. Veronika Heim habe ihre Ausbildung zur Kauffrau im Tourismus und Freizeit im Kurbetrieb vor zwei Jahren mit Bestnote abgeschlossen. Derzeit studiere sie noch an der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg Betriebswirtschaft und Messe-, Kongress- u. Eventmanagement. Bereits ab dem kommenden Januar werde sie in den Betriebsphasen sowie ab September dann in Vollzeit im Kur- und Tourismusbetrieb die Projektstelle für die Jubiläen besetzen.

„Damit verfügen wir über zwei top ausgebildete Kräfte“, stellte die Kurdirektorin nachdrücklich fest. Kräfte, die obendrein bereits ein „mehrjähriges berufliches Know-How über Bad Wörishofen, Pfarrer Sebastian Kneipp sowie das Kneippsche Naturheilverfahren aufgebaut haben, touristisch im Ort und darüber hinaus erstklassig vernetzt sind und die Anerkennung sowie das Vertrauen der maßgeblichen touristischen Akteure genießen“. Doch nicht genug damit, dass man im eigenen Haus einen professionellen Nachwuchs habe, der, wie die Grünen und Roten gefordert hatten, auch gut vernetzt sei. Man habe auch zur Nachbesetzung der vakanten Marketing-Teamassistenz das Anforderungsprofil entsprechend den Anforderungen ausgerichtet, um weiteres professionelles Know-how an Bord zu holen. Das trage der Intension des vorliegenden Antrages zusätzlich Rechnung.

Detailliertes Konzept

Mit Blick auf die Zusammenarbeit im Ort und auf das Thema Produkt, merkte Novker weiter an: „Wir haben zusammen mit dem touristischen Beirat der Gastgeber eine detaillierte Marketingkonzeption 2019 plus erarbeitet“. Diese sei der Leitfanden für alle bestehenden und künftigen Maßnahmen gemäß dem vorliegenden Zehn-Punkte-Katalog zum Kommunikationsmix und dem Content-Marketing für die Destination Bad Wörishofen, insbesondere auch im Hinblick auf die Jubiläen. Bad Wörishofen stehe für einen modernen, lebendigen und qualitätsorientierten Gesundheits- und Urlaubsort und vermittle ein ganz besonderes Lebensgefühl, das von der Gesundheitslehre nach Pfarrer Sebastian Kneipp inspiriert sei. Diese zeitgemäß zu vermitteln, Interesse zu wecken und damit Nachfrage zu erzeugen, sei die zentrale Herausforderung.

Abschließend ging Nocker noch auf das Produkt ein: „Das Kneipp`sche Naturheilverfahren hat keine eigene Haptik, die man einfach greifen und damit das Thema leichter begreifen kann“, versuchte sie das durchaus komplexe Thema zu greifen. Dieses Naturheilverfahren erfolgreich als ein modernes Produkt im Gesundheitstourismus zu präsentieren erfordere neben der erstklassigen Erlebnisqualität einen Ort, an dem das Thema Kneipp modern und interaktiv kommuniziert und somit auch vermarktet werden kann. Ein Museum von vor 30 Jahren könne diesen Anspruch nicht mehr wirklich erfolgreich erfüllen. Auch ein zusätzlicher Marketingmanager werde diese Lücke nicht füllen, beendete Nocker ihre Stellungnahme. „Indem wir dem Thema aber den imaginären Staub von den Schultern klopfen, können wir es auch in der heutigen Zeit wieder ganz nach vorne bringen“.

Oliver Sommer

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