Nächster Schritt: Architekten beauftragen

Landratsamt-Aufstockung: Pläne nehmen langsam Form an

Landratsamt Unterallgäu
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So soll das Landratsamt in Zukunft aussehen. Das vierte Geschoss wird ein wenig zurückversetzt, die Fassadenstruktur bleibt die gleiche. In der oberen Abbildung sieht man den neuen Besprechungsraum mit einem großen Fenster.
  • Marco Tobisch
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Mindelheim – Wie berichtet, soll das Unterallgäuer Landratsamt in der Bad Wörishofer Straße in Mindelheim aufgestockt werden, um dem steigenden Personalbedarf gerecht zu werden. Der Bau- sowie Kreisausschuss beschlossen in ihrer letzten Sitzung die (planerische) Umsetzung der Aufstockung des Hauptgebäudes. 

Das Gebäude des Landrats­amtes platzt mittlerweile aus allen Nähten. Schon jetzt wurden mehrere Stellen ausgelagert. Damit sich die Außenstellen aber nicht weiter vermehren, muss Abhilfe geschaffen werden. In der Sitzung des Kreistages im Sommer letzten Jahres wurde daher empfohlen, ein viertes Obergeschoss zu bauen. Auch der Kreis- und Bauausschuss erkannte in seiner Sitzung im November die Notwendigkeit. So wurde die Verwaltung damit beauftragt, eine Gesamtstrategie für den künftigen Raumbedarf zu entwickeln, die jedoch nicht öffentlich vorgestellt wurde. Auch erste Vorplanungsschritte wurden ausgearbeitet.

Der Westflügel des Hauptgebäudes bekommt ein viertes Obergeschoss in Holzbauweise, in welcher Art, ob in Holzständer- oder Massivbauweise, ist jedoch noch offen. Ein aktueller energieeffizienter Standard sowie ein sommerlicher Wärmeschutz werden berücksichtigt. Die Aufstockung nimmt sich durch die zurückversetzte Bauweise gegenüber dem Bestand bewusst zurück. Das Fassadenraster wird vom Bestand übernommen, jedoch aus einem anderen Material gefertigt sein, sodass klar ersichtlich ist, was alt und was neu ist.

Die vorhandene Aufteilung der Büroräume wird auch auf das zusätzliche Geschoss angewandt. So entstehen 21 Büroräume zur Einzel- oder Doppelbelegung. Da die Zwischenwände der Büroeinheiten nicht tragend sind, kann gegebenenfalls die Größe der einzelnen Räume bei Bedarf angepasst werden. Am südlichen Ende des Gebäudes ist zudem ein Besprechungszimmer angedacht. Sämtliche Gebäude verfügen über eine Be- und Entlüftung. Auf dem Dach könnte eine Photovoltaikanlage installiert werden, mit der das Landratsamt seinen eigenen Strom erzeugen kann.

Drei Millionen Euro Kosten

Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Eine genauere Kostenschätzung könne man aber erst abgeben, wenn ein Architekturbüro damit beauftragt wurde. Für das Verhandlungsverfahren werden drei Architekturbüros angeschrieben, die ein Angebot abgeben können. Und nun zum weiteren Ablauf: Der Bauausschuss wird in seiner nächsten Sitzung im März einen Planer für die Objekt-, Tragwerks- und Fachplanung beauftragen. Noch in diesem Jahr soll mit der Erarbeitung der Planungen begonnen und diese in den jeweiligen Bauausschusssitzungen vorgestellt werden. Auch erste vorbereitende Maßnahmen und Vorfertigungen können heuer noch in Angriff genommen werden.

Im Frühjahr 2022 wird die Aufstockung des Landratsamtes dann baulich umgesetzt mit einer anschließenden Anbringung einer PV-Anlage. Für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 werden entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt. Franz Renftle (CSU) könnte sich noch gleich einen fünften Stock vorstellen, was „doch noch billiger“ wäre. Doch Hochbauamtsleiter Thomas Burghard stellte klar, dass ein fünftes Geschoss aus statischen Gründen nicht zulässig wäre. Die Verwaltung wird zudem damit beauftragt, für das Gesamt­entwicklungskonzept einen externen Planer zu organisieren, um die langfristige und gebäudetechnische Sinnhaftigkeit des Aufbaus zu überprüfen.

Julia Böcken

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