Räume für 35 Mitarbeiter sollen entstehen

Landratsamt-Aufstockung sinnvoll: Gutachten bestätigt Pläne der Kreisverwaltung

Landratsamt Unterallgäu
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Das Landratsamt soll um ein viertes Obergeschoss aufgestockt werden. Dass dies eine gute Idee ist, bestätigten zuletzt auch Gutachter aus Kempten.
  • Marco Tobisch
    vonMarco Tobisch
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Unterallgäu – Das Unterallgäuer Landratsamt platzt seit Jahren aus allen Nähten. Um die Raumnot abzufedern, soll das Hauptgebäude entlang der Bad Wörishofer Straße in Mindelheim um ein viertes Obergeschoss aufgestockt werden (der Wochen KURIER berichtete ausführlich). Dass dies sinnvoll ist, bestätigte nun auch die Konstruktionsgruppe Bauen aus Kempten. Wie die Gutachter erklärten, sei das Hauptgebäude des Landrats­amts statisch und energetisch in gutem bis sehr gutem Zustand und der Aufbau damit auch langfristig wirtschaftlich. Ein Antrag der AfD in diesem Zusammenhang fand derweil keine Zustimmung.

Die Ergebnisse der Beurteilung des Gebäudes hatte ­Hilmar Quantz von der Konstruktionsgruppe kürzlich im Bauausschuss des Unterallgäuer Kreistags vorgestellt. Die Konstruktionsgruppe und das Architekturbüro Jenn aus Ottobeuren waren von der Kreisverwaltung mit der Begutachtung beauftragt worden. Neben der Gebäudesubstanz hat sich laut dem Ottobeurer Architekturbüro auch die Raumaufteilung und der Zuschnitt bewährt und das Landratsamts-Gebäude sei damit auch künftig funktional.

Die Aufstockung des Landrats­amts ist der erste Schritt eines Gesamtkonzepts, das die Platzprobleme lösen soll. In dem Aufbau sollen Büroraume für etwa 35 Mitarbeiter sowie ein Besprechungsraum entstehen. Das neue Stockwerk soll in Holzbauweise ausgeführt und mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. Die Kosten hierfür betragen voraussichtlich rund drei Millionen Euro.

Außenstellen vermeiden

Unter anderem wegen neuer Aufgaben, einer gewachsenen Bevölkerung sowie mehr Teilzeitkräften ist die Zahl der Mitarbeiter im Landratsamt in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Deshalb mussten mehrere Sachgebiete in Außenstellen verlegt werden. Dies soll künftig möglichst vermieden werden, da externe Anmietungen langfristig teurer und organisatorisch aufwendiger sind, was für den Landkreis auch eine durchaus kostspielige Angelegenheit ist: So war bei der Vorstellung erster Aufstockungspläne im November 2020 bekannt geworden, dass die sechs Außenstellen rund 2.200 Quadratmeter Mietfläche ausmachen, davon fast die Hälfte für Jugendamt und ÖPNV am Champagnatplatz – was laut Berechnungen des Landratsamtes für Büro- und Nebenflächen pro Mitarbeiter stolze 3.312 Euro an jährlichen Kosten verursacht.

Die AfD hatte im Zuge der Aufstockungspläne auch einen baukünstlerischen Wettbewerb beantragt. Schon letztes Jahr hatte AfD-Kreisrat Ernst Gradl einen solchen Wettbewerb, dessen Kosten seine Fraktion auf bis zu 50.000 Euro schätzt, angeregt. „Das Gebäude sollte eine ansprechende Visitenkarte unseres Landkreises sein bzw. werden“, hieß es nun im Antrag, den die Bauausschussmitglieder mit 12:1 Stimmen ablehnten. Gradl hatte als Einziger für den Antrag seiner Fraktion votiert.

wk/mt

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