Schnelles Laden für Elektroautos

Lechwerke nehmen neue Ladestation in Pfaffenhausen in Betrieb

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Pfaffenhausens Bürgermeister Franz Renftle (v. links), Norbert Schürmann (Vorstand Lechwerke), Josef Nersinger (Kommunalbetreuer LEW), Michael Ripke (Marktgemeinderat), Hanns-Jürgen Schwankhart (Marktgemeinderat)und Fritz Reiter (Netzbetriebsmeister) weihten die neue Schnellladestation ein.

Pfaffenhausen – Mit der neuen Gleichstrom-Schnellladestation für Elektroautos wollen die Lechwerke (LEW) „die Elektromobilität in der Gemeinschaft fördern“, so Norbert Schürmann, einer der beiden Vorstände der Lechwerke. Damit hat Pfaffenhausen nun die zweite Ladestation und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

„Der Bedarf ist da und wir unterstützen das“, sagte Bürgermeister Franz Renftle zur neuen Schnellladesäule. „Es gibt einen deutlichen Anstieg von 30 Prozent an Elektroautos.“ Probleme habe es anfangs nur mit dem Standort gegeben. Doch auf dem Parkplatz der B16 in der Mindelheimer Straße neben dem alten Gasthaus Kreuz wird die Schnellladestation „besser von den Verkehrsteilnehmern gesehen“, so Renftle. Sie ist eine von insgesamt 18 LEW-Schnellladesäulen, die über das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert werden.

Innerhalb von nur 20 Minuten lässt sich das Elektroauto zu 80 Prozent aufladen. Zum Vergleich: Bei einer normalen Ladestation, die es seit Mai letzten Jahres an der ein paar Meter entfernten Raiffeisenbank gibt, beträgt ein Ladezyklus drei bis vier Stunden.

„Mit der Elektromobilität wird die Energiewende auf die Straße gebracht. Wir setzen somit einen wichtigen Baustein für die Energiegewinnung“, sagte Schürmann. Man müsse den Ökostrom fördern und durch erneuerbare Energiequellen eine positivere CO2-Bilanz erreichen. Auch ­Renftle ist überzeugt: „Ich fahre bewusster und mit grünem Gewissen Auto.“

Ein Aufladen ist nur etwa alle ein bis zwei Wochen notwendig. Ein weiterer Vorteil sei der Bezahlvorgang, denn es gibt verschiedene Abrechnungsmöglichkeiten: Das intelligente Ladekabel erkennt den Fahrzeugtyp und den Halter des Autos. Somit weiß es auch, wo es das Geld abbuchen kann. Bis Herbst solle das Aufladen noch kostenlos bleiben, so Schürmann.

Auch wenn man das intelligente Ladekabel nicht benutzt, kann man ganz bequem mit einer Kreditkarte oder per Paypal über eine App der LEW zahlen. Auch Gutscheinkarten sind zum Einlösen möglich.

Wenn ein fremder Autofahrer durch Pfaffenhausen fahre und sein Elektroauto laden müsse, könne er in der App nachschauen, ob die Ladestation gerade frei sei. „Die gesamte Ladeinfrastruktur der Region ist in der App eingezeichnet“, erklärte Schürmann.

Auf Nachfrage von Marktgemeinderat Michael Ripke, wie es mit Ladestationen für E-Bikes aussähe, antwortete Renftle: „Für Fahrräder gibt es bereits vier Ladestationen an der Raiffeisenbank.“ Steckverbindungen für das Handy seien aber noch wünschenswert, meinte Renftle, da viele Radler mittlerweile nach Navi fahren.

Für Schürmann sei die neue Schnellladestation „ein wertvoller Beitrag zur Partnerschaft“ zwischen LEW und Pfaffenhausen.

 Julia Böcken

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