Ein leuchtendes Beispiel für Umweltbildung im Freistaat

Begeistert erzählten diese beiden Mädchen Landrat Hans-Joachim Weirather bei seinem Besuch von ihren spannenden Erlebnissen in der Unterallgäuer Umweltstation. Foto: Wiest

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esuch in der Unterallgäuer Umweltstation Legau/Unterallgäu (mg/jw): In ihrer Art einmalig und beispielgebend ist die Unterallgäuer Umweltstation in Legau. Um sich vor Ort ein Bild von der wertvollen Arbeit der Station zu machen, besuchte Landrat Hans-Joachim Weirather in den Osterferien Buben und Mädchen, die an einer Osterfreizeit zum Thema »G´scheit essen« teilnahmen. Die Unterallgäuer Umweltstation ist eine der größten und innovativsten Umweltstationen Bayerns und wurde bereits zum zweiten Mal von der UNESCO als offizielles UN Dekadenprojekt ausgewählt und ausgezeichnet. Sie gehört mittlerweile zur Lehmbaugruppe Augsburg und bildet zusammen mit der Erlebnispädagogischen Landschaft »k-wood« Klosterwald das Erlebniszentrum Unterallgäu. Sieben beheizte Hütten, Betreuerzimmer und Lagerplätze bieten bis zu 100 Personen Platz. Auf drei getrennt von einander liegenden Zeltplätzen können darüber hinaus auch größere Gruppen ihre Lager aufschlagen. Dabei stehen jedem Platz eigene Sanitärräume zur Verfügung. Vielfältige Bildungsangebote stehen für die Besucher zur Auswahl. Aktuell verbrachte eine Gruppe von 51 Kindern im Alter zwischen 7 und 12 Jahren ihre Osterfreizeit in der Umweltstation. Nach dem Motto »wo kommt unser Essen eigentlich her?« wurde, in der Erkenntnis des sparsamen Umgangs mit Ressourcen, gemeinsam eingekauft, gekocht und gebacken. Die pädagogische Leiterin der Station, Julia Lemmerz, war dabei voll des Lobes für ihre lerneifrigen Schüler, die unter Anleitung beachtliche Mahlzeiten zuwege brachten. Landrat Weirather, der die Einrichtung der Umweltstation seit Jahren positiv begleitet, kam nach Legau, um sich vor Ort über die Bedingungen dieser Einrichtung zu informieren. Sein Interesse galt ganz besonders den Kindern, ihren Erlebnissen und ihren Eindrücken zum gemeinsam erarbeiteten Thema der Woche. Wo kommt unsere Nahrung her, wie und wo wird sie angebaut und welcher Energieaufwand ist notwendig bis sie auf den Teller kommt? Um einen möglichst nahen Bezug zum Thema zu finden, konnten die Kinder die Nahrungsmittel beim ortsnahen Handel selbst einkaufen und danach auch selbst zubereiten. Vom wohlschmeckenden Ergebnis konnte sich Weirather anschließend selbst überzeugen. Als Belohnung verteilte er einen ganzen Korb bunter Ostereier. Um diese Einrichtungen auf dem bisherigen beachtlichen Niveau zu halten seien, wie Günter Brandmiller - Vorsitzender und Gesamtgeschäftsführer der Lehmbaugruppe - betonte, weiterhin hohe finanzielle Mittel erforderlich. Mit jährlichen Fördermitteln von 60.000 Euro, allein für den Bildungsauftrag, wird die Umweltstation unterstützt, führte Weirather aus. Gesamtleiter Thomas Bechteler sagte: »Was wir machen ist Dienst an der Gesellschaft«; er sieht die benötigten Finanzmittel gut angelegt.

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