Anwohnerfreundliche Lösung

Löwenbräu: Trennung von Tiefgaragenein- und Ausfahrt soll Lärmschutz sichern 

Löwenbräu Bad Wörishofen
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Über die Tiefgaragenzufahrt zu den Löwenbräu-Arkaden, die hier entstehen, diskutierte am Montag der Bad Wörishofer Bauausschuss. Unter anderem ging es dabei um den Lärmschutz.

Bad Wörishofen – Das neue Löwenbräu in der Alfred-Baumgarten-Straße wird eine getrennte Tiefgaragenein- und Ausfahrt erhalten. Das haben Bad Wörishofens Stadträte in der Bauausschusssitzung am Montag beschlossen. 

Noch immer zieht das Vorhaben der Mindelheimer Baufirma Glass das Interesse der Öffentlichkeit auf sich, umso mehr, als seit Anfang März klar ist, dass das geplante Bauvorhaben nicht in seiner ursprünglich geplanten Dimension realisiert werden kann. Da wurden die neuen Pläne vorgestellt, die eine deutliche Reduzierung des Vorhabens bedeuten, vor allem im Bereich Einkaufen und Hotellerie, aber auch Gastronomie (der Wochen KURIER berichtete).

Nicht zuletzt wegen der reduzierten Einkaufsmöglichkeiten wurde auch die Parkfläche reduziert, in der Folge ergaben sich auch Veränderungen im Bereich des Vorplatzes. Statt des geplanten Löwenplatzes mit großzügigen Abbiege- und Anfahrmöglichkeiten und der Zufahrt zur Tiefgarage bleibt die Alfred-Baumgarten-Straße im Prinzip unangetastet. Problematisch bei der Neuplanung sind allerdings die Emissionen durch Autos beim Verlassen der Tiefgarage. Hier sollen die Besucher der Gastronomie parken. Während man davon ausgeht, dass die Tiefgarage nach 22 Uhr eher weniger bis kaum von nach Hause zurückkehrenden Bewohnern angefahren wird, verlassen die Gäste vermehrt nach 22 Uhr abends die Gastronomie. Während in den ursprünglichen Planungen das Gebäude in der Alfred-Baumgarten-Straße 2 abgerissen werden sollte, bleibt dieses nun als Wohnhaus bestehen. Nicht nur hier müssen die Anwohner vor dem Lärm der abfahrenden Autos geschützt werden, weshalb die Planer nach dem Lärmgutachten eine geteilte Tiefgaragenzufahrt vorschlugen. Damit, so die Idee, werde die Zu- und Abfahrt entzerrt und damit auch das Lärmproblem.

Beides rechtlich machbar

Damit mussten sich nun die Stadträte abermals beschäftigen. Manfred Pistel von der Bauverwaltung hatte beide Lösungen vorgetragen. Rechtlich machbar seien beide Varianten, so Pistel, es gehe jetzt darum, eine Entscheidung zu fällen, um im Verfahren weiterzukommen. Im Tenor konnten sich die Stadträte mit der geteilten Zu- und Abfahrten-Lösung arrangieren, Thomas Vögele (Freie Wähler) etwa meinte, so gewinne man Platz und habe nicht ein großes Loch in der Straße. Christine Waibl (CSU) erinnerte daran, dass der Bauherr die Variante bezahle, warum also nehmen man diese nicht. Auch Johann Suiter (Grüne) und Ludwig Filser (ÖDP) meinten, dass man den Planungen so folgen könne. Einzig Dr. Doris Hofer erinnerte an ihr Statement aus der Stadtratssitzung wenige Tage zuvor. Seinerzeit hatte sie gegen die getrennte Ein- und Ausfahrt argumentiert, damals aber schon angemerkt, sie freue sich auf die Realisierung des Löwenbräus. Vor allem die letztgenannte Aussage griff Bürgermeister Stefan Welzel auf. Auch der Rathauschef meinte, er freue sich auf das Bauvorhaben.

So votierten die Räte mit knapper Mehrheit (sieben zu sechs Stimmen) für die getrennte Variante, obgleich auch der Städteplaner Professor Martin Schirmer eine gemeinsame Zu- und Abfahrtslösung favorisiert hatte. Damit hätte aus seiner Sicht dem Ziel, eine hochwertige städtebauliche Gestaltung zu erhalten, Rechnung getragen werden können.

In einem zweiten Beschluss gaben die Bad Wörishofer Stadträte ihre Zustimmung dafür, dass die Duplex-Stellplätze nicht nur von Bewohnern, sondern auch vom Personal genutzt werden dürfen.

Oliver Sommer

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