Jede Menge Überraschungseier

Malen ohne Plan: Sophie Fiener stellt im Salon 20 neue Bilder aus

+
Innerhalb eines Jahres hat die Künstlerin 20 neue Acrylbilder entworfen, ohne am Anfang gewusst zu haben, was am Ende dabei rauskommt.

Mindelheim – Fast ein Jahr ist es her, da hat Sophie Fiener schon einmal im Mindelheimer Salon ihre Werke ausgestellt. Nun ist es wieder soweit: Mit 20 neuen Acrylbildern eröffnet die Künstlerin am Dienstag, 7. Januar, ihre zweite Vernissage im Salon. Bis zum 29. Januar kann man ihre „Überraschungseier“, wie Fiener selbst sagt, betrachten, denn oftmals war es für sie selbst eine Überraschung, was am Ende des Malprozesses herauskam.

Das vergangene Jahr war für sie stressig. „20 neue Bilder in zwölf Monaten zu malen, ist schon anstrengend“, und das, obwohl Fiener von sich selbst sagt, dass sie schnell malt und wenig penibel sei. In ihrer Ausstellung finden sich aber auch zwei alte Werke wieder, die sie zwar schon im Forum und in Bad Wörishofen aber noch nicht im Salon ausgestellt hat. Sie erzeugt dekorative, moderne Kunst, ohne vorher großartig darüber nachzudenken und das Ergebnis zu wissen, denn das Bild entsteht erst beim Malen. „Ich plane es nicht, denn am Ende wird es sowieso anders als geplant.“ Da sie viel mit Wasser arbeitet, ist „das wie ein Überraschungsei“, das sich nach und nach entwickelt. Das lässt auch Interpretationsspielräume zu. „Ich will nicht sagen, so ist das und das“, sagt die Künstlerin. Schon damals hat sie in der Schule Bildinterpretationen gehasst. „Jeder sieht ein Bild doch anders.“ Somit kann sich jeder Betrachter selbst ein Bild davon machen.

Nach wie vor malt sie am liebsten Frauen. „Die Rolle der Frau ist immer noch nicht wirklich geklärt“, sagt Fiener. Somit ziehen auch politische Aspekte in ihre Bilder ein sowie Kirchenmotive und Tiere. Letztere seien aber nicht einfach zu malen aufgrund ihrer Formen, was Fiener aber nicht davon abhält, diese Herausforderung anzunehmen. Männer malt sie dagegen nicht gerne. Ihre Motive sind gemischt, zum Teil sehr abstrakt gehalten, doch ihre Handschrift ist auf allen Bildern wiederzufinden. In ihren Bildern bringt sie auch immer einen Teil von sich selbst mit rein. Auch eine Skulptur wird dieses Mal wieder zu sehen sein: Neben einem Acrylbild namens „Apokalypse“ stehen drei farbige Köpfe, „um zu zeigen, dass wir nicht alle weiß sind“.

Inspirationen für Farben und Motive überfallen die Künstlerin meist abends im Bett. Viele Ideen erhält sie auch vom Zirkus „Cirque du Soleil“. „Das ist sehr inspirierend für mich“, schwärmt Fiener.

Letztes Jahr führte Daniel Mladinov vom Münchner Festspielhaus eine Travestieshow auf, heuer wird am 11. Januar um 19 Uhr Gesangstrainerin von „Joy of Voice“, Angelika Maier, mit zwei weiteren Profisängern Hits aus dem Musical „König der Löwen“ singen. Eintritt ist zwar frei, aber es wird um Spenden gebeten.

Julia Böcken

Auch interessant

Meistgelesen

Allgäu Flieger: Bald in 110 Meter Höhe über den Skyline Park kreisen
Allgäu Flieger: Bald in 110 Meter Höhe über den Skyline Park kreisen
Rasante Rennen und spannende Zweikämpfe
Rasante Rennen und spannende Zweikämpfe
Bildergalerie Skyline Park: Allgäu Flieger auf der Zielgeraden
MINDELHEIM
Bildergalerie Skyline Park: Allgäu Flieger auf der Zielgeraden
Bildergalerie Skyline Park: Allgäu Flieger auf der Zielgeraden

Kommentare