Aktuelles aus dem Gemeinderat Türkheim

Pläne zum Ausbau abgesegnet

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Auch der Parkbereich des Rewe-Marktes in Türkheim soll ausgebaut werden.

Türkheim – Mit einer Vorstellung des Bebauungsplans zum Rewe-Ausbau durch den Planer wurde der Aufstellungsbeschluss für das Vorhaben im Ortskern der Marktgemeinde verabschiedet. Diskussionen gab es hinsichtlich einiger Formulierungen und Rahmenbedingungen für die Pläne.

Die Pläne zur Erweiterung des bestehenden REWE-Marktes lagen schon länger vor (der Wochen KURIER berichtete). Nachdem die Verkaufsfläche von derzeit 800 auf 1200 Quadratmeter aber fast verdoppelt werden soll, galt es für den zuständigen Planer Thomas Haag, der das Planungsbüro ABT-Plan in Kaufbeuren übernommen hat, einige Details herauszuarbeiten. 

Man habe die Ziele der Raumordnung als Grundlage für die Pläne herangezogen, so Haag bei der Vorstellung im Gemeinderat. Dabei aber ergäben sich Widersprüche, denn laut Landesentwicklungsplan für Bayern sei der Markt Türkheim im ländlichen Raum angesiedelt. Andererseits aber gilt Türkheim als Unterzentrum. 

Weiterhin wirkt bei der Erweiterung auch der Umstand, dass es sich beim Standort des Marktes in der Maximilian-Philip-Straße um ein denkmalgeschütztes Ensemble handelt. Auch die Versiegelung der Flächen, vor allem für die Parkplätze spielt eine Rolle, ebenso die Etagen, wird doch der Anbau 1,5-geschossig und nicht eingeschossig. In Summe füge sich der Um- und Neubau aber gut ins Ensemble ein, befand Haag. 

Auch ein nötiges schalltechnisches Gutachten erbrachte nichts Nachteiliges. Dabei wurde geprüft, inwiefern die Nachbarn und Anrainer durch die nächtliche Anlieferung der Waren gestört würden. Insbesondere wurde über die Anlieferung durch die Bäckereien morgens um vier Uhr diskutiert, die nötig ist, damit bei Öffnung der Backtheke um sechs Uhr frische Semmeln zur Verfügung stehen. Fünf Uhr, so die Ansicht einiger Räte, die sich auskannten, sei definitiv zu spät. Auch eine Rätin, die selbst Anwohnerin ist, befand, sich nicht durch den nächtlichen Lieferverkehr gestört zu fühlen. Man müsse ohnehin aufpassen, so die Meinung, dass man nicht zu viel vorschreibe. Jetzt gehe es ja um die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wo dann auch die Bürger Anregungen oder Kritik einreichen können. 

Mit zwei Gegenstimmen wurde der Aufstellungsbeschluss für den vorhabensbezogenen Bebauungsplan genehmigt, desgleichen der Billigungsbeschluss des Vorentwurfes. Nun liegen die Pläne im Rathaus aus oder können auch im Internetauftritt des Rathauses abgerufen werden. 

von Oliver Sommer

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