Die Berufsschule Mindelheim macht mobil

Der Wirtschaftsfaktor von nebenan

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Die Staatliche Berufsschule in Mindelheim: engagiert, innovativ, integrativ und stets um ihre Schüler und Lehrer bemüht.

Mindelheim: 3.000 Schüler und 140 Lehrkräfte an der Berufsschule in Min­delheim bewegen sich im Projekt "gesunde Schule" re­gelmäßig. Nicht nur nach jeder vierten und achten Schul­stunde steht "Moving", also rund fünf Minuten Be­wegung auf dem Plan, sondern das umfangreiche Pro­jekt "gesunder Rücken" be­inhaltet noch viel mehr für alle Beteiligten.

So wurden die Lehrkräfte an einem sportpädagogischen Tag von Fachkräften angeleitet, um ihr Wissen an die Schüler weiter zu geben. Auch wurde ein Rück­zugsraum für Lehrer eingerichtet, der die Durchführung solcher Übungen ermöglicht. In einem 2013 an alle Schüler herausgegebenen Heft wurden Übungen vorgestellt, die von Sportlehrern speziell für Last­kraft­wagenfahrer entwickelt wurden. Denn die jenigen, die eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer machen, kommen aus ganz Südbayern nach Min­delheim.

Mit gesundem Rücken fit für den Job

Zur weiteren Vertiefung werden Schüler und Lehrer über das ganze Jahr von Physio­thera­peuten über ein rückenbewusstes Verhalten in der Schule und im Beruf geschult. Am 2. und 3. Februar finden Gesund­heitstage in der Aula statt. Dabei wird die Rückenmuskulatur der Schüler gemessen und unter anderem eine Körperfettmessung und ein Rückentest angeboten. Das Projekt wurde mit 4.500 Euro durch die Techniker Kran­kenkasse unterstützt. Durch die Zielvereinbarung mit der Re­gierung von Schwaben soll das Pro­jekt zum alltäglichen Ge­schehen übergehen. Das Quali­täts­management-Team steuert immer wieder nach und befragt Schüler und Lehrer zur Op­timierung. Doch nicht nur um die physischen Befindlichkeiten, sondern auch um Integration ihrer Schüler bemüht sich die Be­rufsschule Mindelheim. Auch da sich die Berufsschule ihres Wirt­schaftsfaktors bewusst ist. Dieser entsteht beispielsweise durch allein 250 bis 300 Schüler, die in Wohnheimen untergebracht werden während ihrer Schulzeit in Mindelheim. Momentan gibt es aber auch vier sogenannte Asyl­klassen, da Asylbewerber zwi­schen 16 und 21 Jahren berufsschulpflichtig sind. Es werden hauptsächlich Deutsch und der tägliche Umgang in der Ge­sellschaft und im täglichen Leben vermittelt.

Integration statt Berufschulpflicht absitzen

Die sozialpädagogische Unter­stützung leistet ein Mit­arbeiter des Kolping Bildungs­werkes. In den folgenden Schul­jahren werden außerdem Berufs­findung und Praktika behandelt. Die Initiative der Hand­werks­kammer und der IHK für Asyl­bewerber, die eine Ausbildung machen wollen und können, und das Bleiberecht für diese Zeit sowie für zwei weitere Jahre zum Erwerb der Be­rufs­praxis haben, wird von Ober­schuldirektor Reinhard Vetter sehr begrüßt. Trotz des stetigen Zu­wachses der Berusschule in Min­delheim bemerkt auch Ober­schuldirektor Reinhard Vet­ter, dass in einigen Bereichen wie beispielsweise den Friseuren oder den Erziehern ein klarer Azubi­mangel herrscht. Dies wird hauptsächlich in Memmingen und Bad Wörishofen deutlich.

von Marska Weyrauch

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