Ordnungsamt will Gespräch mit Gastronomen suchen

Mindelheim: Bald wieder mehr Platz fürs Bierle in der Sonne?

+

Mindelheim – Endlich gibt´s die Maß Bier nicht mehr nur zuhause auf der Terrasse oder dem Balkon, auch in den Gasthäusern ist ein wenig Geselligkeit inzwischen wieder möglich – seit etwas mehr als einer Woche in den Außenbereichen, seit heute auch im Innenbereich. Die Betreiber haben sich dabei aber an strenge Auflagen zu halten. Um ihnen bei der Einhaltung der Mindestabstände bei zugleich möglichst geringen Flächeneinbußen entgegenzukommen, hat nun auch Bürgermeister Dr. Stephan Winter seinen Gastronomen Unterstützung zugesagt.

Mit den Menschen, mit denen „Sie sich auch so treffen dürfen“, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zuletzt verkündet hatte, darf man sich nun wieder in Restaurants und Biergärten treffen. Maximal zwei Hausstände dürfen dabei gemeinsam an einem Tisch zusammensitzen, andernfalls gelten die eineinhalb Meter Sicherheitsabstand. Auch in Mindelheim müssen die Wirte ihre Gäste zunächst nach Name und Adresse fragen und die Daten für jeweils einen Monat speichern, damit das Landratsamt mögliche Infektionsketten nachvollziehen kann. Den Mundschutz müssen die Gäste beim Kommen und Gehen sowie beim Weg auf die Toilette tragen, am Tisch darf er abgelegt werden.

Um den Gastwirten angesichts der großen Mindestabstände (und damit in der Regel weniger Tischen) die Einbußen zu verringern, wirbt die Landespolitik für die Ausdehnung der Außenbereiche – genehmigen kann diese jeweils nur das lokale Ordnungsamt.

Unbürokratische Hilfe

So schrieb auch Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Freie Wähler) an Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter am letzten Mittwoch: „Ich bitte dich, bei der Sondernutzung im öffentlichen Raum großzügiger zu verfahren und den Gastronomen die Möglichkeit zu geben, übergangsweise die genehmigten Sondernutzungsflächen auszuweiten.“ Womöglich sei auch zu prüfen, ob man auf den einen oder anderen Parkplatz zu Gunsten weiterer Restauranttische verzichten könne. „Wir sollten von Seiten der Stadt auch den Wirten gegenüber ein Zeichen setzen, dass wir bereit sind, unbürokratisch zu helfen und auf ihre berechtigten Anliegen einzugehen“, schreibt Bernhard Pohl weiter.

Winter antwortete daraufhin bereits einen Tag später, die Stadt wolle gerne das Gespräch mit den Gastronomen suchen. „Unser Ordnungsamt wird aktiv auf die Betreiber zugehen und entsprechende Möglichkeiten der flächenmäßigen Ausweitung anbieten.“ 

Marco Tobisch

Auch interessant

Meistgelesen

Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
MINDELHEIM
Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
Norovirus im Unterallgäu
Norovirus im Unterallgäu

Kommentare