„Durchschnaufen“ ist angesagt

Mindelheim: Keine Einbahnregelung in der Maximilianstraße 2022

2022 gibt es keine Einbahnregelung in der Maximilianstraße. Das hat die Stadt heute erklärt.
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2022 gibt es keine Einbahnregelung in der Maximilianstraße. Das hat die Stadt heute erklärt.
  • Marco Tobisch
    VonMarco Tobisch
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Mindelheim – Obwohl die testweise Einbahnregelung in der Mindelheimer Innenstadt an den letztjährigen Sommerwochenenden überwiegend positiv angenommen wurde, wird die Maximilianstraße heuer keinen geänderten Verkehrsregeln unterzogen. Wie Bürgermeister Dr. Stephan Winter heute auf Nachfrage des Wochen KURIER erklärte, wolle die Stadtverwaltung die Einzelhändler mit dem Beibehalt der geltenden Regeln entlasten.

Ende letzten Jahres hatte die Stadtverwaltung im Stadtrat ein Fazit zur testweisen und temporären Einbahnregelung gezogen. Zur Erinnerung: Ab Mitte Juni war der Testversuch umgesetzt worden, die Obere Maximilianstraße nach Schließung der Geschäfte ab samstags, 16 Uhr, zur Einbahnstraße (bis zur Steinstraße) zu erklären. Auf diese Weise, so die Idee, sollte die Altstadt belebt und auch für Gäste von außerhalb attraktiver werden.

Das funktionierte offenbar ganz gut, so war es jedenfalls dem Fazit im November zu entnehmen: Besonders die Gastronomie am Oberen Tor, die mehr Platz für die Außenbewirtung ihrer Gäste hatte, profitierte von der Einbahnregelung. Hier habe laut Winter „ganz klar“ die anvisierte Belebung stattgefunden. Weitere Gastronomen hätten sich derweil „eher neutral geäußert“; ob die neue Verkehrsregelung ihren Umsatz beeinflusste, vermochten sie laut Winter nicht zu sagen. Was aber alle lobten: Den „Sommer in der Stadt“, der für 75 Straßenkonzerte bzw. Kulturveranstaltungen in der Altstadt sorgte.

Interesse an dauerhaft angelegtem Konzept

Bei den Bürgern sei die dazugewonnene Fläche zum Flanieren und Kaffeetrinken ebenfalls gut angekommen, resümierte der Rathauschef weiter. Einige hätten damals aber auch kritisiert, dass sich viele Autofahrer nicht an die geänderten Regeln hielten.

Um den Bauhof (beim Schilder- Auf- und Umbau) sowie die Gastronomie nicht vor ständig wechselnde Regeln zu stellen, hatte Winter damals erklärt, er könne sich auch eine dauerhafte Einbahnregelung in der Maximilianstraße vorstellen. Mit den Einzelhändlern und Gastronomen wollte er das vorab nochmal besprechen. Das Ergebnis in der letztjährigen Sitzung: Mit deutlicher Mehrheit hatte der Stadtrat der Verwaltung die Hausaufgabe mitgegeben, ein Konzept für eine dauerhafte Einbahnregelung zu erarbeiten.

Der Wochen KURIER fragte nun am gestrigen Donnerstag nach, ob das bereits geschehen sei. Daraufhin veröffentlichte die Stadt am heutigen Freitag eine Pressemitteilung, in der es heißt: „In der Maximilianstraße wird dieses Jahr keine Einbahnstraßenregelung umgesetzt. Dadurch sollen die Händler entlastet werden.“ Und Bürgermeister Winter wird noch etwas konkreter: „Die allgemeine angespannte weltpolitische Lage, die steigenden Energiepreise aufgrund des Krieges und die coronabedingten Einschränkungen der vergangenen Monate und Jahre haben den Händlern schon genug zugesetzt“, so Winter. Die Stadt Mindelheim wolle nicht, dass sich die Kunden der Innenstadt dieses Jahr an neue Verkehrsregelungen bei der Zufahrt zur Innenstadt gewöhnen müssten. Vielmehr wolle man nach den Belastungen der vergangenen Jahre allen Beteiligten Zeit zum „Durchschnaufen“ geben, erklärt die Stadt in der Pressemitteilung.

Damit belässt es die Stadt also vorerst beim letztjährigen Pilotversuch. Der „Sommer in der Stadt“ soll derweil nach dem Start im letzten Jahr auch 2022 umgesetzt werden.

Sommer in der Stadt: Los geht´s im Juni

An den Wochenenden im Juni und Juli wird die Mindelheimer Innenstadt samstags von 15 bis 20 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr wieder mit kulturellem Leben gefüllt. Vor dem Gefängnisturm beim Café Rossi, auf der Maximilianstraße beim Café Engel und Café Doll(ce), in der Dreerstraße beim Café K und auf der kleinen Bühne am Marienplatz laden dann zahlreiche Attraktionen zum Flanieren und Verweilen ein. Viele Gastronomen weiten dafür auch heuer wieder ihr Angebot aus.

„Nach der langen Corona-Pause möchten wir die Künstler unterstützen, unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen eine Freude bereiten und einfach wieder Leben in die Stadt bringen“, erklärt Bürgermeister Winter. Auch das Kulturamt freut sich über eine rege Beteiligung und einen abwechslungsreichen „Sommer in der Stadt“. Den Startschuss am Pfingstwochenende geben Wilfried Mütterlein, Gix&Friends, ­Tizian Hartmann mit Bazodee, das Kuck- und Lauschtheater, Emma Eichner, Adi Hauke und Geesi.

Marco Tobisch

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