Versammlung der Mindelheimer MBG

Bürger sammeln Ideen für ein Verkehrskonzept

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Für die Schwabenwiese fordert Tobias Hötzel eingezeichnete Parkplätze.

Mindelheim – Im Oktober vergangenen Jahres wurde den Anliegern des Maristen-Areals ein Verkehrskonzept vorgestellt, um den Bereich sicherer zu gestalten. Ein Jahr danach ist es ruhig um das Maristen-Areal geworden, doch im Rahmen einer Mitgliederversammlung der MBG stellte unter anderem Tobias Hötzel seine Ideen für ein Verkehrskonzept vor.

Der einstige Schüler des Maristenkollegs und Architekturstudent ist nun Anlieger des Maristen-Areals und beobachtet den Verkehr sowie das Verhalten der Auto- und Fahrradfahrer regelmäßig. Durch neugeplante Nutzungen in diesem Bereich würde es zu weiterem Verkehrsaufkommen und -chaos kommen, betont Tobias Hötzel. Das im Oktober 2017 präsentierte Gutachten sei seines Erachtens nach zur falschen Zeit entstanden und könne somit nicht der Lösungsfindung dienen. So habe er sich Gedanken gemacht, Ideen gesammelt und diese auch Bürgermeister Dr. Stephan präsentiert.

Zu wenig Parkplätze

Eines der Hauptprobleme, so Hötzel, sei der Mangel an Parkplätzen. Für das Stadion würden 100 Parkplätze benötigt, jedoch seien nur 20 vorhanden. Für die 113 Lehrkräfte und 30 Angestellten stehen nur 40 Parkplätze zur Verfügung und auch für die Schüler fehlen laut Berechnungen 50 Parkplätze, meint Hötzel. Für die Nutzer der Apartments im Berufsschulwohnheim und weiterer umliegender Einrichtungen stehen keine Garagen oder Stellplätze zur Verfügung.

Die Schwabenwiese, die als Festplatz oder der Naherholung dienen soll, würde des Öfteren in eine Partyzone umgewandelt. Dies würde die Anwohner belästigen und auch hierfür müsse man eine Lösung finden. Und zuletzt: Den Verkehr müsse man entzerren, indem man die Straße unattraktiv für Autofahrer gestalte.

Fahrradwege ausbessern

Dem Konzept des Anliegers zufolge soll so geplant werden, dass kein weiterer Verkehr entsteht, indem man Fuß- und Fahrradwege attraktiv ausbaut und zeitgemäße Bushaltestellen errichtet. Durch den Mühlweg solle man keinen Verkehr einfahren lassen. Diesen sollte man in eine ­Fahrradstraße umgestalten, die umliegenden Fußwege erweitern und den Champagnatplatz neu als Platz gestalten. Mehr Parkplätze sollen am Schulwerk in der Kaufbeurer Straße entstehen und am Berufsschulwohnheim.

Vor allem die Schwabenwiese benötige eine Neugestaltung, um mehr aus ihr raus zu holen, erklärt Hötzel. Es müssten geordnete Parkplätze und befestigte Verkehrswege entstehen, eine neue Verkehrsführung und Gestaltung analog zur Berufsschule in der Luxenhoferstraße sowie Wohnmobilstellplätze. Außerdem wäre eine Sperrung der Schwabenwiese von 22 bis 5 Uhr zum Vorteil der Anlieger. Während der Stoßzeiten von 7 bis 8.30 und 13 bis 14 Uhr sollte die Möglichkeit bestehen, die Schwabenwiese zu öffnen. Hötzel forderte abschließend, das Areal für Fahrradfahrer aber nicht für Autofahrer attraktiv zu halten.

Einige der Zuhörer kritisierten das Verhalten der Eltern, die ihren Kindern durch ihr Fahrverhalten kein gutes Vorbild sein könnten. Auch die Fahrradfahrer würden sich nicht korrekt verhalten, wenn sie nebeneinander statt hintereinander fahren, so ein weiterer Besucher der Versammlung. Tobias Hötzel versprach derweil, er bleibe hartnäckig, bis es zu einer Lösung komme.

Antonela Kelava

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