Adieu, Wirtschaftsministerium

Mindelheimer Franz Josef Pschierer nicht im neuen Söder-Kabinett

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Nach seinem Aus im bayerischen Wirtschaftsministerium hat Franz Josef Pschierer nun wieder mehr Kapazitäten, um sich im heimischen Stimmkreis zu engagieren. Im Landtag sitzt der Mindelheimer aber auch weiterhin.

Mindelheim – Das Direktmandat für den Einzug in den Landtag hatte der Mindelheimer Franz Josef Pschierer Mitte Oktober wieder bekommen. Wirtschaftsminister wird er dort allerdings nicht bleiben: In diesen Minuten stellt der alte und neue Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sein Kabinett vor – ohne Pschierer.

„Ich will keinen Hehl daraus machen, der Wechsel fällt mir nicht leicht. Ich bedaure den Abgang aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium sehr“, sagte Pschierer dem Wochen KURIER in einer ersten Stellungnahme. Denn zuletzt habe er eines der Schlüsselministerien leiten können, „in dem man sehr viel Gutes für das Land und seine Menschen erreichen kann“. Seit März diesen Jahres hatte der Mindelheimer als Wirtschaftsminister fungiert, nun übernimmt Freie Wähler-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger dieses Amt. „Meinen Nachfolgern wünsche ich Glück und Erfolg. Sie übernehmen ein gut bestelltes Haus“, zeigte sich Pschierer fair.

Rückblickend auf seine Arbeit der letzten Monate kam der 62-Jährige zu einem positiven Fazit: Er sei schon „ein klein wenig stolz, dass es mir in der relativ kurzen Zeit unter wirtschaftspolitisch schwierigen Rahmenbedingungen – ich erinnere an Brexit, Trump, Zölle oder Handelskrieg – gelungen ist, nicht nur Akzente, sondern entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft zu setzen – zum Beispiel im Tourismus, bei der Digitalisierung, im Mobilfunk oder in der Außenwirtschafts- und Ansiedlungsförderung. Wir haben die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage in Bayern dazu genutzt, neue Konzepte zu entwickeln, um die Wirtschaft Bayerns zukunftsfest machen.“

Den Posten des Wirtschaftsministers, der „große Freude“ bereitet habe, muss Pschierer nun zwar abgeben. Landtagsabgeordneter bleibt er dank seines Direktmandates aber. „Insofern werde ich mich auch weiterhin mit ganzer Kraft und vollem Einsatz für die Menschen in meinem Stimmkreis und in ganz Bayern engagieren“, verspricht Pschierer.

Marco Tobisch

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