"Gutes Zeichen für den Standort"

Mindelheimer Klinik erhält 24,4 Millionen Euro für Modernisierung

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Am Klinik-Standort in Mindelheim stehen mehrere bauliche Veränderungen bevor. Unter anderem wird es neue Operationsräume und eine moderne Funktionsdiagnostik geben. Dafür stellt der Freistaat Bayern 24,4 Millionen Euro bereit.

Unterallgäu – Den Unterallgäuer Kreiskliniken stehen bekanntlich, wie mehrfach berichtet, in den nächsten Jahren gewaltige Veränderungen ins Haus. Neben der sich anbahnenden Fusion mit dem Verbund Kempten-Oberallgäu soll auch an den Standorten in Mindelheim und Ottobeuren selbst einiges investiert werden – 75 Millionen Euro sieht der Landkreis vor. Wie vergangene Woche bekannt wurde, darf Landrat Hans-Joachim Weirather dabei auch auf Unterstützung vom Freistaat zählen: 24,4 Millionen Euro aus der Landeskasse fließen in die Modernisierungsmaßnahmen am Standort in Mindelheim.

„Das ist eine hervorragende Nachricht für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Und es gibt uns Sicherheit für die weitere Planung“, freute sich Weirather über die 24,4 Millionen Euro, die das bayerische Kabinett am 9. Juli beschlossen hat. In Summe investiert der Freistaat 442 Millionen Euro für 17 neue Krankenhausbauvorhaben in allen Regionen Bayerns, für die vergangene Woche der Startschuss fiel – darunter auch Mindelheim.

Hier werden voraussichtlich ab 2023 neue Operationsräume gebaut, die Funktionsdiagnostik erneuert und der Brandschutz verbessert. Der Rest der Gesamtinvestition von 75 Millionen Euro entfällt auf den Standort in Ottobeuren, wo eine neue Intensivstation, neue Operationssäle und ein neuer Bereich für die Funktionsdiagnostik gebaut werden. Rund ein Drittel der Kosten muss der Landkreis voraussichtlich aus Eigenmitteln bestreiten. „Weitere Zuschüsse erwarten wir insbesondere für unsere geplanten Verbesserungen in den Brandschutz an beiden Standorten“, so Weirather weiter.

Kurzer Weg

Auch Franz Josef Pschierer pflichtete bei: „Wir legen großen Wert darauf, dass beide Häuser bestens ausgestattet sind.“ Dafür hatte sich der Mindelheimer auch im vergangenen Jahr in seiner Funktion als Wirtschaftsminister stark gemacht. „Im letzten Jahr habe ich dank des kurzen Wegs Kontakte knüpfen können“, sagte Pschierer im Gespräch mit dem Wochen KURIER. So habe er seinerzeit auch persönlich mit Gesundheitsministerin Melanie Huml gesprochen. „Es ist wichtig, dass Mindelheim in diesem Programm dabei ist“, so Pschierer. Der Landtagsabgeordnete wertete die Förderzusage auch als „gutes Zeichen für den Klinik-Standort Mindelheim.“

Marco Tobisch

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