Möglichst realitätsnaher Ablauf geplant

Die Feuerwehr Bad Wörishofen übt für ihre Einsätze mit einem »Firetrainer« Laut Kreisbrandmeister Giovanni Aichele lassen sich Brände damit besonders realistisch simulieren. Deswegen wird auch bei der Katastrophenschutzübung am 5. Mai mit dem Gerät trainiert. Foto: wk

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ehrere hundert Einsatzkräfte üben am 5. Mai den Katastrophenfall Unterallgäu (wk): Damit bei einem Unglück möglichst schnell geholfen und die Situation unter Kontrolle gebracht werden kann, üben am Samstag, 5. Mai, mehrere hundert Einsatzkräfte den Katastrophenfall. Das Landratsamt Unterallgäu probt an diesem Tag zusammen mit der Stadt Memmingen, der Feuerwehr, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk, dem Rettungsdienst und anderen Hilfsorganisationen. Das Szenario ist noch nicht bekannt, der Fall wird aber im westlichen Landkreis im Raum Memmingen spielen. »Ziel ist, dass die Übung möglichst realitätsnah abläuft«, sagt Hubert Stolp, der am Landratsamt für den Katastrophenschutz zuständig ist. „Deswegen wissen die Übenden vorher auch nicht, welches Szenario sie erwartet.“ Es könne im Zusammenhang mit der Übung aber zum Beispiel zu Sirenenalarm kommen und voraussichtlich werden zahlreiche Einsatzfahrzeuge zum Übungsort unterwegs sein. Wer etwas davon mitbekomme, brauche nicht beunruhigt sein, schließlich handle es sich nur um eine Übung, so Stolp. Dass diese möglichst wirklichkeitsgetreu abläuft, dafür soll auch ein so genannter Firetrainer sorgen. Mit dem kompakten Gerät ließe sich besonders praxisnah üben, sagt Kreisbrandmeister Giovanni Aichele. So könne man damit verschiedene Brandsituationen nachstellen – egal, ob man den Brand von Flüssigkeiten wie Öl oder Diesel oder etwa die Explosion einer Spraydose simulieren möchte. Seit Ende vergangenen Jahres verfüge der Kreisfeuerwehrverband Unterallgäu über einen neuen, äußerst modernen Firetrainer, sagt Aichele. Am 5. Mai kommt dieser erstmals bei einer Großübung zum Einsatz. Wie Giovanni Aichele und seine Feuerwehrleute üben die verschiedenen Einsatzkräfte laut Hubert Stolp regelmäßig für den Ernstfall und bereiten sich auf verschiedensten Notsituationen vor. Eine Übung in der Größenordnung und in der Zusammensetzung vom 5. Mai finde allerdings nur etwa alle sechs Jahre statt. „Es geht darum, das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte und Führungsebenen in Memmingen und dem Unterallgäu zu erproben“, sagt Stolp. „Fehler dürfen dabei durchaus passieren. Denn das zeigt uns, wo noch nachgebessert werden muss. Im Katastrophenfall soll schließlich alles reibungslos funktionieren.“ Neben dem Zusammenwirken der Kräfte am Einsatzort und den verschiedenen Führungsebenen geht es bei der Übung auch um die Zusammenarbeit mit der neuen Integrierten Leitstelle Donau-Iller (ILS). So handle es sich um die erste große Übung seit Inbetriebnahme der Leitstelle, sagt Stolp. Die ILS in Krumbach, die neben Memmingen und dem Unterallgäu für die Landkreise Günzburg und Neu-Ulm zuständig ist, alarmiert seit November 2011 sowohl die Feuerwehr als auch den Rettungsdienst. Viele weitere, grundsätzliche Informationen zum Thema Katastrophenschutz sind im Internet unter www.unterallgaeu.de/katastrophenschutz zu finden.

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