Leben wie im Mittelalter

Ab morgen: Marcktfest dreht in Markt Wald die Zeit um 400 Jahre zurück

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Mit einem Umzug aller Beteiligten in historischen Gewändern durch das obere Tor beginnt das Marcktfest am Samstag.

Markt Wald – Fünf Jahre sind vergangen, nun kehrt zum fünften Mal das mittelalterliche Leben in die Marktgemeinde zurück. An zwei Wochenenden, vom 28. bis 30. Juni und 5. bis 7. Juli, wird die Zeit um 400 Jahre zurückgestellt. Zeittypische Musik erfüllt den Ort, in dem ein buntes Lagerleben herrscht. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Bauernmarkt können Kinder Groß- und Kleinvieh streicheln. Währenddessen verausgaben sich Hutmacher, Pfeifenhersteller, Spinner, Schmiede und Zimmermänner an sieben Ständen in ihren Künsten und stellen einzigartige Ware her. So entstehen heimische Produkte und werden mit anderen Leckereien an den Mann gebracht. In den Abendstunden runden Feuerspucker und Gaukler das Event ab.

350 bis 400 Aktive haben sich vor zwei Jahren schon mit der Planung dieses Festes befasst. Organisiert wird die Veranstaltung vom historischen Marktfestverein, die restlichen rund 20 Vereine sind jeweils mit einem eigenen Stand vertreten. 15 Stände sorgen für das leibliche Wohl der Besucher. Getränke werden im Hexenwagen gemischt.

Auf dem Marcktfest gibt es zudem Möglichkeiten, sich in verschiedenen Spielen zu duellieren: Während Bogenschießen den Meisten ein Begriff sein dürfte, sieht es bei dem ungewöhnlichen Wettkampf des Sauaugen-Weitspuckens wohl schon anders aus. Auf Nachfrage bestätigte Stefan Klaus, Vorsitzender des Oberneufnacher Blasorchesters und Schriftführer beim Marktfestverein: „Ja, das sind echte Sauaugen.“ Am zweiten Wochenende grillt die Jugend einen Ochsen am Spieß.

Am Freitagabend, 28. Juni, um 18.30 Uhr ist der Festempfang auf dem Marktplatz, bevor am Samstag, 29. Juni, um 10.30 Uhr alle Beteiligten in historischen Gewändern durch das obere Tor einziehen. Die Marktfahne wird aufgezogen und die Markt­ordnung von 1593 vorgetragen.

Im Laufe des Tages finden immer wieder Gesangs-, Tanz- und Musikeinlagen statt, dreimal am Tag eine 20-minütige Oper. Am Abend um 20.30 Uhr werden die Besucher Zeugen einer mittelalterlichen Gerichtsverhandlung. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Pfarrkirche geht das Markttreiben bis in die Nacht hinein weiter. Das fast gleiche Programm wird auch am darauffolgenden Wochenende geboten. 

Julia Böcken

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