Landratsamt Unterallgäu klärt auf

Negativtests: Warum das Unterallgäuer Gesundheitsamt nicht anruft

Anruf Warten
+
Wer negativ getestet wird, erhält keinen Anruf vom Gesundheitsamt. Das Testlabor meldet sich aber auf direktem Weg.

Unterallgäu – Nachdem zuletzt mehrfach Leser auf den Wochen KURIER zugekommen sind, die sich nach dem Testprozedere bei Coronatests erkundigten und dabei teils unklar schien, wann und in welchem Fall mit einem Anruf vom Gesundheitsamt zu rechnen ist, hat der Wochen KURIER beim Landratsamt nachgefragt. Sprecherin Eva Büchele klärt auf.

Eine Leserin, deren Test kurz bevorsteht, wollte wissen: „Ich habe gehört, dass das Gesundheitsamt mich nur anruft, wenn ich positiv getestet bin. Wie soll ich mich verhalten, wenn kein Anruf kommt?“ Weil diese Frage, so lässt es die Einleitung vermuten, durchs Hören-Sagen aufgeworfen wurde, bringt Büchele hier Licht ins Dunkel: Tatsächlich rufe das Gesundheitsamt selbst nur bei Getesteten an, deren Test positiv ausgefallen ist, denn dann müssen die Kontaktketten nachverfolgt werden und womöglich weitere Gefährdete ermittelt werden.

Was aber nicht bedeutet, dass Negativ-Getestete tagelang auf heißen Kohlen sitzen müssen: Denn wer sich zum Test anmeldet, muss ohnehin seine Kontaktdaten und damit auch Mailadresse und Handynummer hinterlassen. Das Ergebnis, egal ob positiv oder negativ, wird deshalb direkt vom Testlabor mit einem QR-Code aufs Handy geschickt, sodass der Getestete meist am nächsten Tag, spätestens aber nach 72 Stunden, das Ergebnis auf seinem Smartphone vorliegen haben sollte. Wer positiv getestet ist, muss sich – nicht aufgrund einer Regel des Landratsamtes, sondern aufgrund des Infektionsschutzgesetzes – direkt in häusliche Quarantäne begeben. Und meist folgt auch erst im Anschluss der Anruf des Gesundheitsamtes.

Wie der QR-Code auszulesen ist

Die Terminvereinbarung erfolgt in der Regel, wie mehrfach berichtet, online (mehr dazu auch auf der Homepage des Landratsamtes). Wie das Prozedere mit dem QR-Code funktioniert, wird in einem zweiseitigen PDF erklärt, das das Gesundheits­amt bei der Terminbestätigung verschickt. Das gilt aber ohnehin nur für jene Tests, die für das Unterallgäuer Corona-Testzentrum in Erkheim vereinbart werden. Denn alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich beim Arzt testen zu lassen.

Ein anderer Leser wollte derweil wissen, wie seine Mutter, die kein Smartphone besitzt, auf das Testergebnis zugreifen kann. Weil dieser Fall heutzutage kaum noch zutrifft, sind die automatischen Abläufe hier offenbar weniger ausgereift. Wie Büchele erklärt, mache man über die Corona-Hotline 08261/995-406, die laut Landratsamt aber nur in Ausnahmefällen der Online-Reservierung vorgezogen werden sollte, einen Testtermin aus. Auch hier gilt: Wer positiv getestet wurde, erhält vom Gesundheitsamt einen Anruf zur Nachverfolgung der Kontaktketten. Wer allerdings negativ ist, erhält keinen Anruf: In diesem Fall müsste der oder die Betroffene sich bei der Corona-Hotline informieren, wann das Testergebnis voraussichtlich vorliegt und dann eigeninitiativ nochmal im Amt anrufen. Wer sein Testergebnis als Nachweis für eine OP brauche, bekomme es zudem postalisch zugesandt, erklärt Eva Büchele.

mt

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So lief der Impfstart in Bad Wörishofen
So lief der Impfstart in Bad Wörishofen
Unterallgäu: Corona-Fallzahlen jetzt nach einzelnen Gemeinden aufgeschlüsselt
Unterallgäu: Corona-Fallzahlen jetzt nach einzelnen Gemeinden aufgeschlüsselt
Wie in Kirchheim jeden Monat 1,5 Millionen Masken produziert werden
Wie in Kirchheim jeden Monat 1,5 Millionen Masken produziert werden
Unterallgäu: Heute noch keine 15 Kilometer-Begrenzung durch Corona
Unterallgäu: Heute noch keine 15 Kilometer-Begrenzung durch Corona

Kommentare