Neue Fortschritte beim »Kneippbahnhof«

So ähnlich könnte der zukünftige »Kneippbahnhof« aussehen, allerdings muss die endgültige Gestaltung noch vom Stadtrat beschlossen werden. Zwischen den beiden Gebäuden soll die Post ihre neue Heimat finden. Foto: Archiv

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ost will im Laufe des Jahres in Bahnhof einziehen Bad Wörishofen (wk): Seit 1. Januar ist die Stadt Eigentümerin der Bahnhofsgebäude; möglichst schnell soll nun eine Weiterveräußerung erfolgen. Bereits im Juni 2009, als die Bahn den Bahnhof in der Kneippstadt zum Verkauf ausschrieb, hatte die Stadt ihr Interesse angemeldet. Vorangegangen waren langwierige Verhandlungen mit der Post und der Bahn über die Unterbringung der neuen Postfiliale im Bahnhof. Diese Pläne scheiterten letztlich an der mangelnden Kommunikation innerhalb der Bahn. Mit dem Verkauf der Gebäude bot sich nun eine neue Chance, nicht nur die Umsiedelung der Postagentur voranzutreiben, sondern das komplette Areal umzugestalten. Es war bald ein Investor gefunden, der den Bahnhof von der Stadt erwerben wollte. Ein direkter Verkauf der Bahn an den Investor war nicht möglich, da die Bahn nur an die Kommune verkaufen wollte. Günther Brüch, Wirtschaftsförderer der Stadt, hofft, dass der neuerliche Eigentümerwechsel noch im Januar, spätestens im Februar über die Bühne geht. Parallel dazu laufen bereits die Gespräche mit dem privaten Betreiber der Postagentur um die Ausgestaltung und Kapazität der neuen Räume. Der Arbeitskreis Verkehr, dem neben Bürgermeister Klaus Holetschek und Günther Brüch auch mehrere Stadträte angehören, hat gemeinsam mit den Geschäftsführern der Fundus GbR, mit der schon seit längerem intensive Verhandlungen geführt werden, einen Eckpunktekatalog erarbeitet, in dem einige wesentliche Voraussetzungen für den neuen Bahnhof festgelegt wurden. Unter anderem soll der gesamte Bahnhof barrierefrei gestaltet werden, auch eine öffentliche behindertengerechte Toilette ist vorgesehen. Überdachte Fahrradabstellplätze, Mietboxen und Schießfächer sind ebenso geplant wie der Erhalt der Bäume des Biergartens. Der neue Innenbereich soll im Zeichen der Kneipp'schen Lehre stehen, gedacht wird auch an eine Umbenennung des Bahnhofs in »Kneippbahnhof«. Mittelfristig soll auch der Bahnhofsvorplatz umgestaltet werden. Während die Post bereits im Laufe des Jahres umziehen soll, sind für die restlichen Um- und Neubauarbeiten zwei Jahre angesetzt. Noch muss der Stadtrat über die endgültige Gestaltung beschließen.

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