»Hinschauen, nicht Wegschauen«

Neue Mitglieder der Bad Wörishofer Sicherheitswacht ernannt

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Neben Britta Rogowski-Fiege gehören auch Daniel Topf, Mahdi Mahdizada und Stefan Dein künftig zur Sicherheitswacht in Wörishofen, für Memmingen ist es Helmut Schatz, für Kempten Manuela Deck, Stefan Jonat und Manual Gebhard. In Kaufbeuren gehört Igor Schneider nun auch zur Sicherheitswacht. Auf dem Bild sind unter anderem auch der Polizeipräsident Guido Limmer sowie die Kontaktbeamten der jeweiligen Polizeiinspektionen sowie Bürgermeister Paul Gruschka zu sehen.

Bad Wörishofen – Bestanden hatten alle, mit der Übergabe der Zeugnisse gehören nun neun Bürger aus Kempten, Kaufbeuren, Memmingen und Bad Wörishofen der Sicherheitswacht (SiWa) an. Bei einer kleinen Zeremonie mit dem stellvertretenden Polizeipräsidenten aus Kempten, Guido Limmer, erhielten die neuen Bürger in Uniform ihre Urkunden.

Die öffentliche Sicherheit und Ordnung herzustellen, ist nicht nur Aufgabe der Polizei. Nachdem der Freistaat den Weg dazu schon vor längerer Zeit freigemacht hatte, beschloss auch der Stadtrat von Bad Wörishofen vor fünf Jahren mit einer deutlichen Mehrheit, die Sicherheitswacht in der Kneippstadt einzuführen. Dabei lautet das Motto der Sicherheitswacht „Hinschauen, nicht Wegschauen“, wie Thomas Maier, Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion Bad Wörishofen meinte. Als besondere Gäste konnte Maier nicht nur die Verbindungsbeamten aus den jeweiligen Inspektionen begrüßen, sondern auch den stellvertretenden Präsidenten des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest in Kempten, Guido Limmer. Der Polizei obliegt die Auswahl der Kandidaten für die Sicherheitswacht und die Ausbildung, die praktische und theoretische Kenntnisse verlangt. Außerdem koordinieren die Dienststellen die Einsätze der uniformierten Sicherheitswächter, die ein Platzverbot aussprechen dürfen und auch Verhaftungen durchführen können. Die Sicherheitswacht und die Polizei ergänzen sich und arbeiten im Sinne der Bürger zusammen, so Maier.

Es gehe dabei vor allem auch darum, Präsenz zu zeigen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken und verbessern, meinte Bürgermeister Paul Gruschka. Immerhin leben in seiner Stadt annähernd 17.000 Menschen und über die Hälfte davon sei älter als 51 Jahre, so Gruschka. Auch ältere Kurgäste würden das sichere Gefühl zu schätzen wissen.

126 Wachten in Bayern

Für Guido Limmer stellt die Sicherheitswacht gelebte Zivilcourage dar, das sei auch der Ansatz gewesen, als man die SiWa vor 25 Jahren ins Leben rief. Mittlerweile gebe es 126 Sicherheitswachten in Bayern und allein im Bereich des Präsidiums Kempten würden 150 Männer und Frauen in einer solchen Sicherheitswacht Dienst tun.

Auch für Limmer stellt die Sicherheitswacht eine Ergänzung der Polizei dar. Es gehe nicht darum, diese statt der Polizei einzusetzen. Vor allem müsse man das Ehrenamt würdigen, sind doch die Wächter in ihrer Freizeit unterwegs, auch die Ausbildung, insgesamt 64 Unterrichtseinheiten in 48 Stunden, absolvierten die „Neuen“ in ihrer Freizeit. Zum Jedermannsrecht, etwa eine Verhaftung vorzunehmen, bekommen die Wächter noch Einblick in die Gesetze und deren Hintergründe und lernen so, zu entscheiden, ob eine Situation das Eingreifen erfordert – lernten aber auch, dass man einem Fahrradfahrer in der Fußgängerzone nicht hinterherlaufen sollte, wie die Schüler bei der Überreichung der Urkunden erinnerten. Auch Strafzettel dürfe man nicht verteilen, so Britta Rogowski-Fiege. Sie stammt aus Ettringen und wird nunmehr in Wörishofen Dienst tun. Ihr ging es darum, da zu sein, wenn Not am Mann ist und helfen zu können, wenn etwas passiert. Das will sie nicht nur in Uniform in Wörishofen tun, sondern jederzeit einschreiten und Zivilcourage zeigen, wenn es die Situation erfordert. 

Oliver Sommer

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