Frauen müssen sich gedulden

Neue Straßennamen in Türkheim: Vorzug für den Adel

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Türkheim – Die Frauen müssen sich noch etwas gedulden, denn zuerst kommen die Wittelsbacher und Welfen an die Reihe. In zwei Türkheimer Neubaugebieten wurden den Straßen nun Namen zugewiesen.

Die Staufer haben es schon geschafft und auch die Alemannen wurden namentlich verewigt in der Marktgemeinde. Nun werden drei weitere Straßen die Namen deutscher Adelsgeschlechter oder Bevölkerungsgruppen tragen, die maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung in der Region hatten. Nachdem die erwähnten Straßen so schon nördlich der Laternenstraße existieren, möchte man diese Tradition auch im Baugebiet nördlich des Laternenwegs fortführen. Zur Wahl standen neben den Goten auch die Germanen und Welfen sowie die Wittelsbacher, wobei sich die drei letztgenannten in der Abstimmung durchsetzten.

Auch im Baugebiet südlich der Ramminger Straße kommen zwei Namen hinzu, einmal in Erinnerung an den früheren Bürgermeister Anton Schäffler, der die Geschicke Türkheims von 1982 bis 1992 lenkte. Auch eine Heimatdichterin aus dem Unterallgäu kommt hier zu Ehren, die Nord-Süd-verlaufenden Straße im Baugebiet wird nach der Heimatdichterin ­Paula Jackwerth. Dabei folgte der Gemeinderat explizit nicht dem Antrag der SPD-Frak­tion, die gefordert hatte, in den Baugebieten im Westen Türkheims „Frauen vordringlich zu berücksichtigen“. 

Oliver Sommer

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