Neueröffnung des Textilmuseums II „Kunst.Stoffe”

Ein echtes Glanzlicht in der Museumslandschaft

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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.
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Die Abteilung „Kunst.Stoff“ widmet sich kostbaren und prachtvollen Geweben aus verschiedenen Jahrhunderten.

Mindelheim – Das Warten hat ein Ende: Nach der umfassenden Sanierung und der damit verbundenen fünfjährigen Schließung eröffnet das Textilmuseum II „Kunst.Stoff” wieder seine Tore. Mit einem kleinen Festakt wurde am vergangenen Freitag mit zahlreichen Ehrengästen die Neueröffnung gefeiert.

Nach einer umfassenden statischen Erneuerung und zahlreichen Renovierungsmaßnahmen erstrahlt das Textilmuseum wieder in neuem Glanz – und ist jetzt auch barrierefrei zugänglich. „Die heutige Neueröffnung des Textilmuseums II ist ein kleiner Vorgeschmack auf das Kommende”, versprach Bürgermeister Dr. Winter. „Nach fünf Jahren Schließzeit beginnen die Museen wieder von vorne – und mit neuen Aktionen.” Die zweite Hälfte des Textilmuseums widmet sich dem Thema „Kunst, Gewebe und Stoffe”. Zu verdanken ist die neue Ausstellung einer großzügigen Schenkung von Prof. Dr. Werner und Lucie Schiedermair. Hochwertige und kostbare Gewebe aus fast vier Jahrhunderten umfassen die umfangreiche Sammlung. Beeindruckend ist auch die erhaltene Pracht und Farbechtheit der circa 20.000 Objekte. Die aktuelle Ausstellung gibt lediglich einen kleinen Ausschnitt wieder und wechselt. „Das hält das Museum frisch und macht einen Besuch immer lohnenswert”, so Dr. Winter. „Das Textilmuseum ist ein echtes Glanzlicht in unserer Museumslandschaft.” Er dankte dem gesamten Museumsteam für sein Wissen und enormen Einsatz, allen voran Kulturamtsleiter Christian Schedler und Doris Wenzel, ihr obliegt die Leitung des Textilmuseums.

Mindelheim habe mit seiner vielgestaltigen Museumslandschaft ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, sagte der stellvertretende Bezirkstagspräsident Alfons Weber. Er hob nochmals die Bedeutung des Textilmuseums als Lebenswerk seiner Gründerin Hilde Sandtner in und für ihre Heimat Mindelheim hervor. Zu den Aufgaben der Regierung von Schwaben gehöre außerdem die Pflege der regionalen Kultur, darunter falle auch die Unterstützung von fünf sogenannten Schwerpunktmuseen, zu denen das Textilmuseum zähle, erklärte Weber.

Vom Leiter des Kulturamts und der Museen, Christian Schedler M.A., gab es gemeinsam mit der Leiterin des Textilmuseums, Doris Wenzel, eine kleine Einführung in das neue Textilmuseum. Mit Schrecken dachten sie an die Zeit zurück, als in einer Nacht- und Nebel-Aktion alles ausgeräumt werden musste. Aus der damaligen Misere entstand eine wahre Glanzleistung. „Wir haben die Chance wahrgenommen, denn das Museum wäre sonst wahrscheinlich nie umgebaut worden”, meinte Wenzel. „Wir können jetzt ganz andere Ansätze für unsere Ausstellungen gehen.”

Umfasste die alte Ausstellung „nur” hochwertige Paramente (Gewänder für den Gottesdienst der katholischen und orthodoxen Kirchen), zeigt die Abteilung „Kunst.Stoffe” unter anderen Seidengewebe aus Frankreich, Italien und England sowie andere kostbare Gewebe vom 17. bis in das 19. Jahrhundert. Zu sehen sind ebenfalls hochwertige Leinengewebe, edle Samte und fantasievolle Seidengewebe als Beispiele für die Kunstfertigkeit der Entwerfer und Weber. An einer eigens eingerichteten Mitmachstation kann man selbst versuchen, kreativ zu weben. Seit jeher gehören kostbare Stoffe aus Seide und Samt zu den Luxusgütern. Sie hatten die Aufgabe ihre Besitzer durch Kleidung wie auch Raumausstattung gekonnt in Szene zu setzen, um ihre herausragende Bedeutung auch optisch hervorzuheben. Kunstvoll wurden die Stoffe in Webstuhlbreite in den neugestalteten Räumen in Szene gesetzt. „Wir wollten zeigen, dass Klerus und Adel die gleichen Stoffe trugen”, so Wenzel. Sie passen wunderbar zur Ausstellung Sandtner „Mode.Kunst.Handwerk”. Auf insgesamt 400 Quadratmeter präsentieren die beiden Ausstellungen im Textilmuseum Textilien, Gewebe, Spitzen, Mode, Fächer und Accessoires aus verschiedenen  kulturhistorischen Epochen. „Wir haben wieder ein rundes Museum”, freute sich Kulturamtsleiter Christian Schedler. „Viel Freude und sagen Sie’s weiter!”

Für die flotte Überleitung zwischen den Grußworten sorgten Elias und Jonas Prinz sowie Stephan Pregler mit schwungvoller Gitarrenmusik. 

Erst der Anfang

Die Stadt Mindelheim hat in diesem Jahr noch viel vor mit ihrem größten Museumskomplex: den Museen im Colleg, dem Heimatmuseum und dem Schwäbischen Turmuhrenmuseum. Wenn das Frundsbergfest (29. Juni bis 8. Juli) und die Sommerferien vorbei sind, geht es gleich weiter mit der Vorbereitung auf die nächste Eröffnung: das bis weit über die Grenzen des Unterallgäus hinaus bekannte Krippenmuseum.

Michaela Breuninger

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