Maritimer Kindertraum

Neues Piratenschiff: Bad Wörishofen investiert in Freibad-Spielplatz

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Am Spielplatz im Bad Wörishofer Freibad soll es vielleicht schon ab der nächsten Saison ein Piratenschiff geben.

Bad Wörishofen – Die Ausstattung mit Spielgeräten am Spielplatz im Freibad wird erneuert. Darauf haben sich die Stadträte so gut wie einstimmig geeinigt. Kritisiert wurde, dass die 10.000 Euro seitens der Verwaltung im Vorgriff auf den Haushalt zu genehmigen seien. Angestoßen hatte die Sanierung bzw. den Neubau Hans-Joachim Kania mit einer Spende für ein Klettergerüst.

Es ähnelt einem Piratenschiff, das Klettergerüst mit einer Brücke, drei Masten und einem Bugteil, auf dem man herrlich Titanic würde nachspielen können. Dazwischen hat es Rutschen und eine Takelage, an der man nach Herzenslust hoch und wieder herunterklettern kann. Circa 20.000 Euro kostet dieser maritime Kindertraum, der dank Wörishofens generösem Spender Hans-Joachim Kania realisiert werden kann. Dazu heißt es in der Vorlage für den Stadtrat, dass der bestehende Spielplatz des Freibades „deutlich in die Jahre gekommen“ sei. Man habe die Spielgeräte immer nur notdürftig repariert, ein Konzept habe es nicht gegeben, so der zuständige Amtsleiter. Nun sei es durch die „großzügige Unterstützung“ Kanias möglich, den Spielplatz neu und attraktiver zu gestalten.

Man habe sich für das Schiff entschieden, da es thematisch ins Freibad passe. Das Klettergerüst ist für Kinder ab fünf Jahren geeignet, heißt es weiter in der Beschlussvorlage. Daher soll eine Spielwandkombination für jüngere Kinder beschafft werden sowie ein Trampolin. Für diese Spielgeräte sowie die Gestaltung des Spielareals will die Verwaltung 10.000 Euro bereitstellen. Wenn man die Gelder dafür nun freigebe, hieß es, könnte der Spielplatz bis zur Eröffnung des Freibades hergestellt sein. Dieser Vorgriff auf den Haushalt nannte Wolfgang Hützler (FW) eine ganz normale Aktion, sämtliche Personalkosten würden als quasi Vorgriff auf den Haushalt bezahlt und Ratskollegin Michaela Bahle-Schmid (CSU) merkte an, dass man eine solche Summe, also 10.000 Euro, noch immer irgendwie untergebracht habe. Sie sah größere Probleme mit dem zweiten Vorgriff auf den Haushalt, die beantragte Stelle in der Datenverarbeitung (der Wochen KURIER berichtete).

Während die Stadträte über den Haushalt debattierten, leerte sich das Auditorium merklich, bekam aber noch den Wunsch von Daniel Pflügl (B90/Die Grünen) mit, der einen entsprechend großen Matschteich forderte. Man müsse sich bei dem in Marktoberdorf, wo mit Hilfe einer Wasserpumpe das Erdreich in Matsch verwandelt wird, immer lange anstellen, um an die Reihe zu kommen, merkte der Grünenstadtrat an. Bei einer Gegenstimme gaben die Räte grünes Licht für den neuen Spielplatz für kleine und größere Kinder.

Oliver Sommer

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