Satzung beschlossen

Neues Sanierungsgebiet: Mindelheimer „Bahnhofsareal“ soll aufgewertet werden

Bahnhof Mindelheim
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Rund um den Mindelheimer Bahnhof sollen Gebäude und der öffentliche Raum in den nächsten Jahren aufgewertet werden.
  • Marco Tobisch
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Mindelheim – Dass rund um den Bahnhof Handlungsbedarf besteht, war der Stadt Mindelheim nicht erst durch das Stadt­entwicklungskonzept (INSEK) bewusst. Auch im neuen Handbuch, das kürzlich im Ferienausschuss vorgestellt wurde (siehe Beitrag links), wird die Aufwertung des Bahnhofareals und des -umfeldes aber dringend empfohlen. Noch in derselben Sitzung haben die Ausschussmitglieder den Grundstein dafür gelegt – mit der Ausweisung eines Sanierungsgebietes, die ohne Gegenstimme beschlossen wurde.

In der Beschlussvorlage, die die Stadtverwaltung den Räten an die Hand gegeben hatte, spricht die Stadt von „städtebaulichen Missständen“, die im rund 5,5 Hektar großen Areal zu sehen seien. Fortan soll das „Bahnhofsareal“ als Sanierungsgebiet gelten. Bei ihrer Einschätzung bezieht sich die Stadt auch auf das neue INSEK, das die Notwendigkeit aber auch die „Durchführbarkeit“ einer solchen Sanierungsmaßnahme bestätigt habe.

Dabei hat das Büro Haines-Leger aus Würzburg zahlreiche Verbesserungspotenziale am Bahnhof festgestellt: Die Zufahrt über die Bahnhofstraße müsse als Allee erhalten und weiterentwickelt werden. Zahlreiche Gebäude im „Bahnhofsareal“ müssten saniert, energetische Mängel behoben und der gesamte öffentliche Raum barrierefrei gestaltet werden. Brachflächen sollten beseitigt werden, damit neue Nutzungen angesiedelt werden können – sowohl für Dienstleistungen, als auch zum Wohnen. Und auch das Parkplatzangebot solle erweitert werden, zum einen für Autos, zum anderen für Fahrräder. Zudem sähe das Büro Haines-Leger in der Zusammenlegung von Bahnhof und Busbahnhof eine Optimierung des ÖPNV.

Was davon angepackt wird, ist offen. Mit dem Beschluss und der Unterzeichnung der Satzung läuft nun aber eine Frist von 15 Jahren, innerhalb derer die Sanierung werden muss. Interessant sei diese, so Bürgermeister Dr. Winter, auch für private Sanierungsmaßnahmen, denn die Ausweisung als Sanierungsgebiet ermögliche nun Gelder aus der Städtebauförderung und Vorzüge bei der Abschreibung.

Marco Tobisch

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