Mindelheim startet ins neue Jahr 

Mit Schwung ins neue Jahr

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Wie bereits in den Vorjahren bot auch heuer wieder die Kreisstadt Mindelheim anlässlich ihres Neujahrsempfangs im Stadttheater ein hochkarätiges musikalisches Rahmenprogramm mit der Big Band des Maristenkollegs (im Hintergrund) und dem Voval-Ensemble "Die Konsonanten". Durch den Abend führte in gewohnt launiger Manier Kulturamtsleiter Christian Schedler.

Mindelheim: Gewohnt schwungvoll startete die Kreisstadt Mindelheim mit ihrem Neujahrsempfang in der letzten Woche ins Jahr 2015. Die Big Band des Maristenkollegs begrüßte die rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schulen, Vereinen und Kirchen mit dem "C-Jam- Blues" von Duke Ellington ehe Bürgermeister Dr. Winter die zahlreichen Ehrengäste willkommen heißen konnte. "Nur wer an die Zukunft glaubt, glaubt an die Gegenwart " - mit dieser Weisheit aus Brasilien eröffnete Dr. Winter seine Neujahrsrede.

Und dass man in Mindelheim fest an die Zukunft glaube, das zeigten die aktuellen Zahlen, die von Tatkraft und Innovationsfähigkeit sprechen. 9.500 Arbeitsplätze gebe es aktuell in der Stadt, die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2014 bei 2,5 Prozent – ein erfreulicher Tiefstand. Namhafte Unternehmen wie Grob, Gabor und Jysk haben im vergangenen Jahr ein klares Bekenntnis zum Standort Mindelheim abgeliefert. "Mindelheim steht gut da", fasste es Bürgermeister Dr. Winter zusammen und verwies auf das vertrauensvolle Miteinander von Politik, Verwaltung und Unternehmen. Er dankte all jenen, die sich hier engagieren, allen voran auch den ehrenamtlichen Helfern, die sich für die Flüchtlinge und Asylbewerber einsetzen. Für 2015 und die nähere Zukunft habe man mit der Sanierung des Hallenbades, der Generalsanierung der Grundschule und der Bebauung im Eichet sowie der Erschließung westlich der Nebelhornstraße viel vor. Winter dankte ausdrücklich allen, "die ihre Ideen und Tatkraft in Mindelheim einbringen ". Auch Staatssekretär Franz Pschierer stellte in seinem Grußwort den Dank an den Beginn seiner Ausführungen, den Dank an all jene, die sich im Ehrenamt einbringen. Aus Sicht des Freistaates gebe es für das Jahr 2015 die Fortsetzung wichtiger Investitionen in den Neubau der Polizeiinspektion, in die Technikerschule und die Notaufnahme im Mindelheimer Klinikum zu nennen. Pschierer plädierte abschließend für "weniger Facebook, und stattdessen mehr face-toface ", Gelegenheit dafür gebe es nicht zuletzt im Sommer beim großen Frundsbergfest. In Mindelheim setze man die Segel richtig, davon zeigte sich auch Landrat Hans-Joachim Weirather überzeugt. Über die Tätigkeit der Augsburger Lehmbaugruppe im Kloster Lohhof berichtete Günter Brandmiller in seiner Festrede. Der hauptamtliche Geschäftsführer der Gruppe ging auf die Geschichte des Klosters und seine Position in der Gesellschaft damals und heute ein; eine Position, an die man seit der Übernahme im Jahr 2006 auf vielfältige Art und Weise anknüpfen wolle. Zu Beginn, in der Sanierungsphase des Klosters, stand das Jungarbeiterprojekt, das mittlerweile mit der besten Erfolgsquote überhaupt abgeschlossen werden konnte: alle jungen Menschen, die hier tätig waren, konnten zu 100 Prozent langfristig in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Derzeit sind im Kloster Lohhof Männer und Frauen mit Suchthintergrund untergebracht, ferner gibt es eine soziotherapeutische Einrichtung. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und wenn möglich in den Arbeitsmarkt sind Ziele der Arbeit vor Ort. Gemeinsam mit den Mitarbeitern und Bewohnern des Lohhofs wird der Bereich der Landwirtschaft reaktiviert, eigene Erzeugnisse werden im Hofladen verkauft. 230 Hektar landwirtschaftlicher Flächen besitzt das Klostergut, zehn Hektar werden derzeit von den Einwohnern nach Biorichtlinien bewirtschaftet. Das Kloster als Zentrum für Kultur soll mit der Reihe "Kultur im Lohhof" in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt etabliert werden. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste gerne die Gelegenheit zu einem regen Gedankenaustausch. (fran)

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