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Pfaffenhausen: Schwestern der St. Josefskongregation offiziell verabschiedet

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Beim Abschied der St. Josefskongregation in Pfaffenhausen (v. links): Bürgermeister Thomas Leinauer, Generaloberin Sr. Katharina Wildenauer und stellvertretender Landrat Michael Helfert.
Beim Abschied der St. Josefskongregation in Pfaffenhausen (v. links): Bürgermeister Thomas Leinauer, Generaloberin Sr. Katharina Wildenauer und stellvertretender Landrat Michael Helfert. © Michels

Pfaffenhausen – Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche haben sich die Bewohner der Wohneinrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werks in Pfaffenhausen, Anwohner, Politiker und geistliche Würdenträger von den Schwestern der St. Josefskongregation verabschiedet und ihnen für ihr Wirken an Menschen mit Behinderung gedankt. Nach 128 Jahren wurde der Konvent der St. Josefskongregation in Pfaffenhausen damit offiziell geschlossen. 

„Mit dem Umzug der Schwestern geht am Ort Pfaffenhausen und für das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) im Landkreis ein jahrzehntelanges unmittelbares geistliches und ganz lebenspraktisches klösterliches Wirken zu Ende“, sagte der Gesamtleiter der DRW-Region Unterallgäu, Elmar Müller. Dies sei ein bedeutender Einschnitt in der 128-jährigen Geschichte des DRW in Pfaffenhausen, so Müller.

Das Jahr 1894 markiert den offiziellen Start des „Blindenheims“ in Pfaffenhausen. Bereits 1891 hatte Dominikus Ringeisen unter anderem mithilfe eines Kredits der Sparkasse Pfaffenhausen das ehemalige Priesterseminar in der Regens-Rößle-Straße erworben, das freilich noch einige Zeit – mit Unterstützung durch die Schwestern – renoviert und umgebaut werden musste. Ein Chronist schreibt, dass die Arbeit der ersten Schwestern in Pfaffenhausen „monatelang in Putzen und Hilfsarbeiten für die Maurer“ bestanden habe.

Im Februar 1894 – noch drei Jahre vor der Gründung der St. Josefskongregation – übersiedelten schließlich die ersten 26 blinden Frauen von Ursberg nach Pfaffenhausen. Noch heute liegt der Schwerpunkt der Arbeit des DRW am Ort auf Menschen mit Sehschädigung und Blindheit. Zuletzt lebten im Konvent Pfaffenhausen noch zwei Schwestern: Sr. Misericordia und Sr. Sara. Mit ihnen zog Pater Josef Jochem SDB nach Ursberg um, wo er am 6. Juli 2022 mit 93 Jahren verstarb.

Beim Abschiedsgottesdienst für die St. Josefskongregation dabei waren unter anderem Pfaffenhausens neuer Bürgermeister Thomas Leinauer, Sr. M. Katharina Wildenauer CSJ (Generaloberin der St. Josefskongregation), stellvertretender Landrat Michael Helfert, Josef Beyrer (Pfarrer und Leiter der Pfarreiengemeinschaft Pfaffenhausen), Martin Riß (Geistlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des DRW) sowie die Pfarrer und Hausseelsorger der DRW-Wohneinrichtung in Pfaffenhausen Daniel Michael Schmitt und Franz Schmid.

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