Der Nachfrage gerecht werden

In Pfaffenhausen soll ein neues Wohngebiet südlich der Schule entstehen

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Hier, südlich der Schule, soll laut Gemeinderat bald ein neues Wohngebiet entstehen. Auf den zwei Hektar sollen circa 25 Bauplätze gewonnen werden.

Pfaffenhausen – In Pfaffenhausen soll auf einer 22.000 Quadratmeter großen Fläche südlich der Schule ein neues Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen – das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen, um der steigenden Nachfrage an Bau­plätzen gerecht zu werden, wie Bürgermeister Franz Renftle begründet. Er will in einem beschleunigten Verfahren für „die nächste Generation Bauplätze generieren können“. Mit dem neuen Wohngebiet, aus dem circa 25 Bauplätze gewonnen werden, könne man den südlichen Teil Pfaffenhausens „als eine Linie abschließen“.

Ein großes und zwei kleine Grundstücke sowie eine Straße werden dafür einbezogen, die Straße ist bereits in Besitz der Gemeinde, das große Grundstück schon erworben, die beiden kleinen Grundstücke bleiben beim Eigentümer, dürfen aber von der Gemeinde überplant werden. Bereits vor sechs bis sieben Jahren habe man beim Landratsamt nachgefragt, ob man dort ein Wohngebiet bauen dürfte. Aber durch die Emissionen von Schule, Industrie, Landwirtschaft und dem Sportplatz war dies schwierig. „Damals waren mehrere Faktoren problematisch“, so Renftle. Ein Emissionsschutzgutachten habe man aber damals noch nicht in Auftrag gegeben, das die Bedenken vom Landratsamt widerlegen könnte. Erst jetzt liegt ein solches Gutachten vor, das bestätigt, dass es aus Schallschutzsicht von der Schule und dem Sportplatz keine Bedenken gebe, versicherte Renftle. „Gegen eine Bebauung spricht nichts.“ Auch der örtliche Steinmetz- und Landwirtschaftsbetrieb zeigen „äußerst geringe Emissionswerte“. Somit stimmten alle Gemeinderatsmitglieder für einen Aufstellungsbeschluss, auf dieser Fläche ein Wohngebiet bauen zu wollen. Der nächste Schritt wird sein, ein Ingenieurbüro mit der Planung zu beauftragen, das einen Bebauungsplan entwirft. Dieser Entwurf wird dann den rund 20 Trägern öffentlicher Belange vorgelegt, die Einwände abgeben können. Erst wenn alle ihre Zustimmung für das Wohngebiet erteilen, kann der endgültige Bebauungsplan aufgestellt und mit den Ausschreibungen an die Baufirmen begonnen werden. Bis die Gemeinde aber das Baurecht bekommt, dauert es voraussichtlich bis nächstes Jahr im Herbst. Frühestens 2021 können dann die Ersten bauen.

Zweiter Bürgermeister Johann Weigele fordert, dass man vor dem Bau mit dem Schulverband spreche. Der Schulstandort in Pfaffenhausen sei langfristig gesichert, weswegen man sicherstellen müsse, dass man nicht in drei bis fünf Jahren eine Erweiterung anbauen will. Renftle hat übers vergangene Jahr hinweg mehrfach mit dem Schulverband gesprochen und versichert bekommen, dass die Schule keinen Anbau plane. „Aktuell stehen fünf Klassenzimmer leer“, merkte der Bürgermeister sogar an. Selbst wenn die Außenstellen in Loppenhausen und Breitenbrunn in Pfaffenhausen zusammengeschlossen würden, „hätte man noch Luft“. Im äußersten Notfall könne man auch noch den Sportplatz hernehmen, sagte Weigele.

Ob man nicht an der anderen Straßenseite auch noch Parkplätze anbauen könnte, wollte Gemeinderat Roland Schmid wissen. Beidseitige Parkplätze bräuchte es aber nicht, meinte Renftle, und seien nicht rentabel, weil diese nur für Turniere und Konzerte, die in der Turnhalle stattfinden, genutzt werden würden. Die Straße lässt die Gemeinde wahrscheinlich stehen. „Wenn ich eine Straße bauen will, kostet‘s Geld. Die Straße wäre schon da“, sagte Renftle. „Eine schöne Fläche, die wir da haben. Die man entwickeln kann, dass es sinnvoll ist“, begrüßt Schmid. Die Baufläche beträgt knapp über zwei Hektar, „da kann man schon was draus machen“, ist Renftle überzeugt.

Julia Böcken

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